Polizei warnt vor Betrug

Otterfingerin erhält drei betrügerische Anrufe an einem Tag

Computertastatur im Dunkeln
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Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern beschäftigen derzeit die Polizeiinspektion Holzkirchen.

Warngau – Erneut hat es Anrufe von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter im Raum Holzkirchen gegeben. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche.

Update, 2. Dezember, 17.45 Uhr: Drei Anrufe an einem Tag

Wie der Holzkirchner Polizei erst jetzt gemeldet wurde, wurde eine Otterfingerin bereits am Dienstag, 24. November, im Laufe des Tages von drei Unbekannten anrufen, die sich am Telefon wahlweise als Mitarbeiter von Microsoft, dem Gesundheitsamt und einer weiteren Stelle ausgaben. Die Angerufene reagierte in allen drei Fällen besonnen, ging nicht auf die Forderungen der sowohl männlichen als auch weiblichen Anrufer ein und legte sofort auf.

„Im Falle des angeblichen Anrufs vom Gesundheitsamt wollte der Anrufer persönliche Daten abklären“, berichtet die Polizei. „Die auf dem Telefon-Display angezeigte Nummer war allerdings nicht vergeben, wie Nachforschungen ergaben.“ Hier bittet die Polizei um erhöhte Vorsicht.

Betrüger nutzen auch die Corona-Pandemie für ihre Zwecke aus, um an persönliche Daten ihrer Opfer zu kommen und ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. „Leider erschwert diese Betrugsmasche damit die überaus wichtige Arbeit der richtigen Contract-Tracing-Teams der Gesundheitsämter, die Kontaktpersonen von Covid-19-infizierten Personen nachverfolgen sollen, damit die Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden können“, lautet das Fazit der Polizei.

Diese rät, beim geringsten Zweifel unbedingt aufzulegen und den Polizeinotruf 110 oder die Polizeiinspektion Holzkirchen unter Telefon 08024/90740 anzurufen.

Erstmeldung:

Am Montag (30. November) wurde ein Mann aus Warngau von einem unbekannten, englischsprechenden Mann angerufen, der sich ihm gegenüber als Microsoft-Mitarbeiter ausgab. „Der Warngauer erlaubte dem angeblichen Mitarbeiter per Fernwartung Zugriff auf seinen PC, woraufhin der Unbekannte diverse Trojaner und Malware auf dem PC feststellte“, berichtet die Polizei. „Er gab an, er könne diese bei Abschluss eines Jahresabos in Höhe von zirka 100 Euro beseitigen.“ Der Warngauer wurde schließlich stutzig und verlangte eine Rechnung. Der angebliche Microsoft-Mitarbeiter wurde sauer und beschimpfte den Betroffenen am Telefon. Daraufhin legte der Warngauer auf und informierte die Polizeiinspektion Holzkirchen.

Polizei warnt ausdrücklich vor derartigen Anrufen:

  • Gehen Sie nicht auf die Forderungen der Anrufer ein und beenden Sie das Gespräch.
  • Geben Sie niemals sensible Daten wie PIN, TAN, Passwörter oder EC- und Kreditkartennummern an Unbekannte heraus.
  • Führen Sie keine Installation beziehungsweise Downloads aus und tätigen sie keine Zahlungen.
  • Klicken Sie keine Pop-ups mit vermeintlichem Microsoft-Emblem an.
  • Unterbrechen Sie die Internetverbindung am Computer.
  • Aktualisieren Sie das Antivirenprogramm ihres PC.

Unfall auf B318 zwischen Reitham und Warngau

Ebenfalls am Montag (30. November), um 8.30 Uhr, kam es auf der B318 zwischen Reitham und Warngau zu einem Unfall mit einem allein beteiligten Auto. Ein 18-jähriger Kreuther fuhr mit einem Mitsubishi samt Anhänger mit Kies auf der B318 in Richtung Holzkirchen. „Kurz nach der Tankstelle in Reitham kam der Anhänger aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern“, berichtet die Polizei. „Der Fahrer musste mit seinem Wagen scharf gegenlenken und kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab.“ Das Auto überschlug sich auf der angrenzenden Wiese. Der 18-jährige Kreuther überstand den Unfall unverletzt. 

Flurschaden an der Wiese entstand nicht. Der vom Anhänger heruntergefallene Kies auf Straße und Wiese wurde vom Unfallfahrer in Eigenregie entfernt. Das Auto wurde abgeschleppt. Der Sachschaden wird auf 3.500 Euro geschätzt. ksl

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