Einsatz am Mittwoch

Mann entdeckt drei verwaiste Rehkitze in Neukirchen – und tut genau das Richtige

Rehkitz liegt im Gras
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Rehkitze verstecken sich oft, während die Geiß unterwegs ist. Spaziergänger sollten die Tiere am besten in Ruhe lassen.

Weyarn – Drei vermeintlich verwaiste Rehkitze haben am Mittwoch die Beamten der Polizeiinspektion Holzkirchen beschäftigt. Die Geschichte nahm ein glückliches Ende.

Am Mittwoch (28. April) teilte ein aufmerksamer Spaziergänger bei der Polizeiinspektion Holzkirchen mit, dass er in der Nähe der Ortschaft Neukirchen im Wald drei frisch gesetzte Kitze gefunden habe. Der Mann handelte richtig und fasste die Rehkitze nicht an.

„Da es am Abend zuvor in unmittelbarer Nähe des Fundorts einen Unfall mit einem Reh gegeben hatte, das allerdings nach dem Zusammenstoß mit dem Auto davonlief, ging der Jagdsachbearbeiter der Polizeiinspektion Holzkirchen vom Schlimmsten aus“, berichtet die Polizei. „Mit dem zuständigen Jagdpächter wurde vor Ort beratschlagt, wie man die Rettung der drei Kitze angehen könnte.“

Eine Nachsuche auf das verunfallte Reh führte nicht zum Erfolg. Jedoch entschloss man sich mithilfe des benachbarten Revierinhabers, die Kitze einzusammeln und einer engagierten Person zur Flaschenaufzucht zu bringen. „Groß war dann bei der Einsammelaktion die Freude, als die vermeintlich tote Geiß in der Nähe der Kitze völlig unversehrt absprang und offensichtlich die ganze Zeit wie üblich in der Nähe war“, teilt die Polizei mit. „So fand die Geschichte doch noch ein schönes Ende.“

In diesem Zusammenhang wird gebeten, zur jetzigen Setzzeit vermeintlich verwaiste Kitze nicht anzufassen. Die Geiß legt ihre Kitze meist in hohem Gras ab und kommt in regelmäßigen Abständen zum Säugen. Das Kitz bleibt unterdessen an der Ablegestelle liegen. Dass die Kitze verwaist sind, erscheint lediglich dem Laien so, ist aber nicht der Fall.

„Auch wird dringend gebeten, in der Setz- und Aufzuchtzeit Hunde an die Leine zu nehmen, um den Tod nicht nur von Rehkitzen, sondern auch anderen Bodenbrütern und Junghasen zu vermeiden“, appelliert die Polizei. „Das unbeaufsichtigte Laufenlassen von Hunden in Jagdrevieren stellt weiterhin eine Ordnungswidrigkeit nach dem bayerischen Jagdgesetz dar.“ ksl

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