Zwei Wege am Spitzingsee gesperrt

Polizei warnt vor erhöhter Lawinengefahr in bayerischen Voralpen

Ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe prüft das Schneeprofil.
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Ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe prüft das Schneeprofil.

Landkreis – Erhebliche Lawinengefahr besteht derzeit in den bayerischen Voralpen. Im Landkreis Miesbach sind daher sogar zwei Wege am Spitzingsee gesperrt.

Mehrere Lawinenabgänge haben in den vergangenen Tagen die Bergwacht und die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd beschäftigt. „Zum Glück kamen dabei keine Menschen zu Schaden“, berichtet Sprecher Stefan Sonntag. „Das Polizeipräsidium warnt jedoch vor den derzeit in den Bergen herrschenden Gefahren.“

Große Mengen an Neuschnee haben im Alpenraum zu Lawinenabgängen und darauffolgende Suchmaßnahmen geführt. Am Wochenende (16./17. Januar) herrschte in den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen in höheren Lagen die Meldestufe 4, überall sonst im oberbayerischen Alpenraum die Warnstufe 3. „Trotz dieser Gefahren wurden in den Bergen viele Wanderer und Skitourengeher festgestellt“, erklärt Stefan Sonntag.

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd warnt vor der derzeit immer noch herrschenden Lawinengefahr. Von den Berchtesgadener bis zu den Allgäuer Alpen stellt der Lawinenwarndienst Bayern am Dienstag (19. Januar) in allen Gebieten in höheren Lagen immer noch die Warnstufe 3 fest.

Alpine Einsatzgruppen der Polizei

Die Polizei muss auch im alpinen Gebiet ihre Aufgaben erfüllen können. Aus diesem Grund werden Polizeibeamte, die über die erforderliche Leistungsfähigkeit und Eignung verfügen, zu Polizeibergführern, Sachbearbeitern für Berg- und Kletterunfälle oder zu Alpinbeamten ausgebildet.

Die Polizeibergführer und Alpinbeamten sind Mitglieder im Alpinen Einsatzzug (AEZ). Dieser gliedert sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in drei Alpine Einsatzgruppen: Die AEG Traunstein mit den Halbgruppen Berchtesgaden und Grassau, die AEG Rosenheim und die AEG Weilheim.

Die AEG sind Aufrufeinheiten, die über die Einsatzzentrale der Polizei angefordert werden und über ein Alarmierungssystem jederzeit für Einsätze zur Verfügung stehen.

Die Experten weisen darauf hin, dass Unternehmungen im Gebirge zurzeit Vorsicht und eine überlegte Routenwahl erfordern. Zu beachten ist, dass Skipisten momentan nicht überwacht und vor Lawinengefahren gesichert werden. Mit der markanten Erwärmung zur Wochenmitte hin bleibt die Lawinensituation angespannt.

Im Landkreis Miesbach sind in der Gemeinde Schliersee der Trautweinweg vom Spitzingsattel zur Oberen Firstalm seit Sonntag, 17. Januar, 12.40 Uhr, sowie die Forststraße zwischen Waitzinger Alm und Valepp seit Montag, 18. Januar, 10.53 Uhr, gesperrt. Weitere Informationen zur Lawinengefahr und zum richtigen Verhalten gibt es auf den Internetseiten des Lawinenwarndienstes Bayern und des Deutschen Alpenvereins. ksl

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