Corona schickt Partei ins Netz

Premiere bei SPD: Erster digitaler Neujahrsempfang im Landkreis Miesbach

SPD Miesbach
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Digital haben sich die Mitglieder der SPD Miesbach diesmal getroffen.

Landkreis – Zum Neujahrsempfang haben sich die Mitglieder des SPD-Kreisverbandes Miesbach diesmal in einer Videokonferenz getroffen. Eine Premiere für die Partei wegen der Corona-Pandemie.

Die SPD-Mitglieder im Landkreis Miesbach trafen sich vor Kurzem, um eine lieb gewonnene Tradition wieder aufleben zu lassen. Die Partei hielt auch 2021 ihren Neujahrsempfang ab und wie auch bei den vergangenen Veranstaltungen davor wurden langjährige Mitglieder geehrt, aktuelle Themen diskutiert und die Mitglieder auf den anstehenden Wahlkampf eingeschworen. Neu jedoch war der Veranstaltungsort: Die SPD im Landkreis Miesbach traf sich virtuell im Netz.

Den Anfang machte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, der den SPD-Unterbezirk per Videobotschaft grüßte und auf das anstehende Bundestagswahljahr einschwor. Stellvertretend für alle Jubilare spielte der Moderator und stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Tim Siebeneicher anschließend Interviews mit drei lang gedienten Parteipersönlichkeiten ein: Kreisrätin Christine Negele aus Tegernsee, Ex-Gemeinderätin Irmi Ammer aus Holzkirchen und Sepp Fischbacher aus Weyarn standen anlässlich ihrer 40-jährigen Parteizugehörigkeit Hannes Gräbner und seinen beiden stellvertretenden Vorsitzenden Kühn und Siebeneicher Rede und Antwort.

Die Essenz aus den 120 Jahren SPD-Engagement lieferte Sepp Fischbacher: Für ihn sei der politische Anstand die wichtigste Zutat für Erfolg. „Man muss sich immer gut in der Sache streiten können, darf aber nie persönlich werden – am besten so, dass man immer noch zusammen Schafkopfen spielen kann.“

SPD Miesbach prangert soziale Ungerechtigkeit an

Im Anschluss diskutierten Hannes Gräbner zusammen mit den beiden SPD-Bürgermeistern Robert Kühn aus Bad Wiessee und Michael Falkenhahn aus Otterfing sowie den beiden Juso-Vorstandsmitgliedern Irem Kami und Anne Spahmann. Die Runde widmete sich einer ganzen Reihe von aktuellen Themen. Und natürlich dominierte die Corona-Pandemie die Gespräche.

Anne Spahmann wies auf die aktuellen psychischen Belastungen bei Schülern und Studenten wegen fehlender Sozialkontakte hin. Hannes Gräbner lieferte einen differenzierten Beitrag zur aktuellen Homeoffice-Diskussion und erwähnte die Initiative des Arbeitsministers Hubertus Heil positiv, das Arbeiten daheim gesetzlich stärker zu regeln. Irem Kami sprach darüber, wie man Corona-Leugnern und Maßnahmengegnern am besten begegnen sollte.

SPD Miesbach diskutiert über Klimaschutz

Der Unterbezirksvorsitzende Gräbner forderte, mit einer einmaligen Vermögensabgabe von Superreichen und der Wiedereinführung der Vermögenssteuer die durch Corona aufgehäuften Staatsschulden zu refinanzieren. Er erwähnte außerdem die positiven Verdienste der Europäischen Union bei der Pandemie-Bekämpfung und lobte ausdrücklich die Verdienste der deutschen Ratspräsidentschaft.

Der Klimaschutz im Allgemeinen und die Windkraft im Besonderen waren für Michael Falkenhahn Thema. Aber auch bezahlbarer Wohnraum beschäftigte die Runde, die unterschiedliche Lösungsansätze wie gemeindlichen Wohnraum, Werkswohnungen oder Genossenschaftsbau vorschlug. ksl

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