Freistaat übernimmt Mehrkosten

So geht es beim Projekt Kindergartenbrücke in Holzkirchen weiter

Kindergartenbrücke in Holzkirchen
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Beim Ersatzneubau der Kindergartenbrücke in Holzkirchen geht es voran. Da diese nun aber deutlich höher und breiter wird, ist noch einige Vorarbeit nötig.

Holzkirchen – Die sogenannte Kindergartenbrücke in Holzkirchen soll neu gebaut werden. Um die Ausschreibung abzuschließen, hat der Gemeinderat nun abgestimmt.

Bei der Sitzung des Marktgemeinderats Holzkirchen informierte Bürgermeister Christoph Schmid jüngst über den Stand für den Ersatzneubau der Kindergartenbrücke an der Austraße. Diese musste im Dezember 2018 wegen Defiziten in der Stand- und Verkehrssicherheit abgerissen werden. Nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen konnte im September 2020 schließlich die für den Neubau notwendige Kreuzungsvereinbarung zwischen der DB Netz AG und dem Markt unterzeichnet und das Projekt somit ausgeschrieben werden.

Damit Bürgermeister Schmid bei einem guten Angebot zuschlagen kann, ohne den Marktgemeinderat einberufen zu müssen, erteilte ihm das Gremium einstimmig die Erlaubnis, den Bauvertrag abzuschließen, wenn die Kostenberechnung um nicht mehr als 15 Prozent überschritten wird. Kurz zuvor teilte der Freistaat Bayern mit, dass er die notwendigen Mehrkosten übernehme, damit die Brücke für eine spätere Elektrifizierung der darunter liegenden Bahnlinie gerüstet ist.

„Ja, ist denn schon Weihnachten“, fasste Birgit Eibl (FWG) die von vielen Bürgern und den Marktgemeinderäten sehnlich erwartete Unterzeichnung der Kreuzungsvereinbarung und die damit einhergehende Ausschreibung der Brücke zusammen. Zufrieden zeigte sich das Gremium zudem, dass das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zugesichert hat, die für die Erhöhung der Brücke für eine spätere Elektrifizierung notwendigen Mehrkosten in Höhe von zirka 69.500 Euro zu übernehmen. „Es freut mich sehr, dass wir dazu beitragen können, dass der Neubau dieser wichtigen Verbindungsbrücke endlich realisiert werden kann“, übermittelte Bauministerin Kerstin Schreyer schriftlich.

Gemeinderat ermächtigt Bürgermeister

Die Gesamtkosten der Maßnahme wurden von der Verwaltung auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf zirka 850.000 Euro brutto. Der Zeitplan sieht vor, dass die Bauleistung Mitte Januar 2021 vergeben werden soll. Damit Schmid den Vertrag unterzeichnen kann, ohne den Marktgemeinderat erneut einberufen zu müssen, muss dieser ihn dazu ermächtigen.

„Ich habe da volles Vertrauen in den Bürgermeister. Außerdem möchte ich nicht noch eine Ehrenrunde drehen müssen“, sagte Martin Taubenberger (FWG). Er schlug daher vor, die Zeichnungsbefugnis zu erteilen, wenn der Vertrag die Kostenberechnung um nicht mehr als 15 Prozent übersteigt. Im Beschlussvorschlag waren nur 10 Prozent vorgesehen. Einstimmig votierte das Gremium für Taubenbergers Vorschlag.

Neubau als kombinierter Fuß- und Radweg

Somit steht dem Neubau der als kombinierte Fuß- und Radwegeverbindung geplanten, vier Meter breiten Brücke nichts mehr im Wege. Damit sie für eine spätere Elektrifizierung der Bahnstrecke tauglich ist, muss die lichte Höhe allerdings um 1,15 Meter auf 6,05 Meter steigen. Die dadurch notwendigen Rampenneigungen an Au- und Frühlingsstraße wurden bereits mit den Behindertenbeauftragten vorbesprochen und abgestimmt.

Nach der Unterzeichnung des Bauvertrags sieht der Zeitplan vor, dass die Vorarbeiten für den Brückeneinhub im Mai beginnen und der Brücken­einhub selbst im August erfolgen soll. Schmid bedankte sich beim Marktgemeinderat für das entgegengebrachte Vertrauen und war sichtlich froh, dass es bei der, wie er sagte, beliebten und zurecht leidlich vermissten Brücke nun endlich weitergehe. hac

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