Beim Projekt im Kloo-Aschertal ging es um ein wertvolles Biotop

Schüler pflegen bedrohte Wiese bei Bayrischzell

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Die Schüler der achten Klasse der Mittelschule Schliersee arbeiteten zur Pflege des Biotops im Kloo-Aschertal.

Bayrischzell – Schüler der achten Klasse der Mittelschule Schliersee haben im Kloo-Aschertal bei Bayrischzell zur Pflege eines Biotops gearbeitet. Das Projekt wurde organisiert vom Gebietsbetreuer Mangfallgebirge Florian Bossert. Die Ziele und Aufgaben der Landschaftspflege sollen stärker im Unterricht berücksichtigt werden.

Die Weidefläche im Kloo-Aschertal ist ein wertvolles Biotop – eine seltene Buckelwiese. Diese Wiesen drohen immer wieder durch Fichten zuzuwachsen. Das Entfernen der Jungbäume und Freihalten der Weide – das Schwenden – ist arbeitsintensiv und anstrengend, denn das Vieh frisst die jungen Fichten nicht. Das Projekt zur Pflege des Biotops hat der Gebietsbetreuer Florian Bossert organisiert. Er meint, es wird damit ein doppelter Nutzen erreicht: Die wertvollen Flächen, die Rückzugsraum für bedrohte Pflanzen und Schmetterlinge sind, werden gepflegt. Und die Schüler begeistern sich für Naturschutz und Landschaftspflege. „Gerne möchte ich in Zukunft weitere Schulen für solche Projekte begeistern“, sagt Gebietsbetreuer Bossert. „Durch praktische Arbeit werden die Unterrichtsinhalte besser vermittelt als nur durch Frontalunterricht. Auch die Lehrer haben mich bisher immer gut unterstützt.“ Ein weiterer Aspekt: „Wir sind der Meinung: Die Aufgabe der Landschaftspflege und des Artenschutzes soll stärker im Unterricht verankert werden, nicht nur im Biologieunterricht, wie bei diesem Projekt im Kloo-Aschertal, sondern fachübergreifend“, erklärt er.

Die Buckelwiese entstand am Ende der letzten Eiszeit durch Kalklösung. Die Wiese wird extensiv beweidet. Da die Fichten nicht vom Vieh gefressen werden, droht die Wiese zum Wald zu werden. Ein Freihalten der Fläche durch den Menschen ist nötig, um eine Verlust des Lebensraumes der seltenen Tiere und Pflanzen zu verhindern.

Am Schwenden beteiligten sich 14 Schüler. „Mir war neu, dass kleine Fichten auf der Wiese wachsen und es dadurch weniger Lebensraum für Schmetterlinge gibt“, sagte ein Schüler. „Mir hat gefallen, dass wir an der frischen Luft waren. Mich hat überrascht, dass es so viele Kleinlebewesen gibt“, berichtete ein anderer. Und ein dritter: „Ich fand es gut, dass wir gemeinsam als Klasse arbeiten konnten. Die Dicke der Stämme hat mich überrascht.“ksl

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