Bahn frei für die Direttissima

Nach zehn Jahren Hin und Her: Radweg zwischen Holzkirchen und Otterfing wird gebaut

Radweg über den Teufelsgraben zwischen Holzkirchen und Otterfing
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Dem Radweg über den Teufelsgraben zwischen Holzkirchen und Otterfing steht nichts mehr im Weg. Die Planungen dazu stellten kürzlich (v.l.) Hubert Zellner, Michael Falkenhahn, Eva-Maria Schmitz, Christoph Schmid und Hans Kellner in Holzham vor.

Holzkirchen/Otterfing – Seit zehn Jahren wird am Radweg zwischen Holzkirchen und Otterfing geplant. Nun ist der Weg durch den Teufelsgraben zwischen den Bahnhöfen bald befahrbar.

Nach zehn Jahren Planung und nachdem die DB den Gestattungsvertrag unterzeichnet hat, ist es nun endlich soweit: Neben dem Bahngleis zwischen Holzkirchen und Otterfing kann ein vernünftiger Radweg gebaut werden. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten im Juli beginnen. Im November 2021 soll er dann unter die Räder genommen werden können. Die förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von rund 1,54 Millionen Euro teilen sich die Gemeinden anteilsmäßig auf.

Was einfach erschien, brachte beiden Gemeinden enorme Schwierigkeiten ein und stand wegen nicht vertretbarer Kostensteigerungen und Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Miesbach mehrmals auf der Kippe. Dabei galt es, nur knapp 1,48 Kilometer Strecke zu überwinden, um mit dem Rad bequem, sicher und schnell zwischen den Bahnhöfen in Holzkirchen und Otterfing zu strampeln.

Radschnellweg zwischen Otterfing und Gmund

Die Beharrlichkeit zahlte sich aber aus: Schließlich war die DB damit einverstanden, dass es ausreicht, Leerrohre zu verlegen, um – wenn nötig – neue Leitungen zu verlegen und die vorhandene Verkabelung nicht ständig zugänglich sein muss. Auf den von der Standort-Marketinggesellschaft (SMG) geplanten Radschnellweg zwischen Otterfing und Gmund möchten weder Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid noch der Otterfinger Kollege Michael Falkenhahn warten. Vielmehr sei Handeln angesagt.

„Wir wollen jetzt einen Beitrag leisten, um den Radverkehr attraktiver zu machen“, sagte Schmid bei der Präsentation in der Otterfinger Ortschaft Holzham. Falkenhahn ergänzte: „Das passt zu unseren Plänen, das MVG-Leihradsystem oder ein ähnliches Angebot im Landkreisnorden einzuführen.“

Ganzjährig nutzbarer Radweg

Ein ganzjährig nutzbarer Radweg ist nach Einschätzung der Rathaus­chefs sowohl für Berufspendler als auch Schüler interessant und wichtig. Allerdings dürfen sich daran auch Freizeitradler freuen, die von Norden her von München über Sauerlach nach Otterfing und Holzkirchen radeln möchten.

Etwas enttäuscht meinte Schmid: „Wir machen das jetzt, weil wir beide wissen, dass es richtig ist. Auch wenn wir nicht wissen, ob wir vom Landkreis finanziell unterstützt werden.“

Durchgehende Breite von 2,50 Metern

Wie Hubert Zellner vom Otterfinger Bauamt und sein Holzkirchner Kollege Hans Kellner vom technischen Bauamt erklärten, werde der Weg durchgehend auf eine Breite von 2,50 Metern ausgebaut. Damit sei auch der Winterdienst sichergestellt.

Wie Eva-Maria Schmitz von der Standortförderung Holzkirchen sagte, gebe es dafür vom Freistaat auch Zuschüsse, die die Gemeinden um rund die Hälfte der Baukosten entlasten. Auf beiden Seiten wird der Weg anfangs eine Breite von drei Metern haben und als Wirtschaftsweg dienen. Die Mehrkosten dafür tragen die Gemeinden. hac

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