Realschule bekommt eine neue Seele

Eine glückliche Hand wünschten dem neuen Rektor der Realschule Tegernseer Tal, Stefan Ambrosi (2.v.l.), der Ministerialbeauftragte Peter Peltzer, Schulamtsleiter Peter Huber und Landrat Jakob Kreidl (v.l.). Foto: Versen

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INGRID VERSEN, Bad Wiessee – „Bildungspolitik ist Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts“, dieses Bekenntnis des Kreistages erneuerte Landrat Jakob Kreidl kürzlich bei der Amtseinführung des neuen Schulleiters der Realschule Tegernseer Tal, Stefan Ambrosi. Selten ist bei einer Veranstaltung der Landrat mit beiden Stellvertretern sowie den Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Land- kreis zeitgleich anzutreffen; das unterstrich den Stellenwert der Feier im Übergangsquartier der Realschule in Bad Wiessee nur noch. Auch die Geistlichkeit war stark vertreten, ebenso Abordnungen aus den Talgemeinden. Sie alle hieß der bisherige kommissarische Leiter der Realschule Tobias Schreiner herzlich willkommen. Ihm ebenso wie Heinrich Gall, Rektor der Realschule Holzkirchen, dessen Ableger die Schule im Tegernseer Tal bislang war, wurde von allen Seiten großes Lob zuteil. Der Hartnäckigkeit des Landrats sei es allerdings zu verdanken, dass dieses Schulprojekt überhaupt entstand. Wiessees Vize-Bürgermeister Robert Huber: „Die Initialzündung kam von ihm.“ Ein buntes musikalisches Rahmenprogramm hatten sich Schüler und Lehrer für die Einführung ihres neuen Rektors einfallen lassen. Das größte Geschenk hatte jedoch Landrat Kreidl mitgebracht: Die Realschule Tegernseer Tal wird seiner Meinung nach voraus- sichtlich bereits 2013, also ein Jahr früher als geplant, nach Finsterwald ziehen können. „Über alle Parteigrenzen hinweg haben wir mit dieser neuen Schule eine wertvolle Grundlage für die Zukunft geschaffen“, freute sich Kreidl. Sein Dank galt auch der Gemeinde Bad Wiessee für die Bereitstellung des Übergangsquartiers. Mit launigen Worten wurde dann Stefan Ambrosi von dem Ministerialbeauftragten Peter Peltzer offiziell vom Kultusministerium in sein Amt als Schulleiter eingeführt. „Der richtige Mann am richtigen Ort“, bescheinigte Peltzer, der dem gebürtigen Dachauer mit einer improvisierten Urkunde auch einen Korb mit Tegernseer Bier zur Beruhigung überreichte. „Ich möchte kein Kind verloren gehen lassen, denn alle Kinder sollen Freude am Lernen haben, was nicht mit Spaß zu verwechseln ist“, erklärte Ambrosi in seiner Antrittsrede. Zuvor war der 49-Jährige als Konrektor an der Realschule in Neubiberg tätig, unterrichtete dort die Fächer Deutsch und Religion. Einen Namen machte sich Ambrosi auch als Krisenseelsorger und hat den Ruf „Seele der Schule“ zu sein. Werte zu vermitteln sei kein Luxus, wozu auch das neu geschaffene Wahlfach „Dahoam“ gehört. „Nur wer weiß, wo er dahoam ist, kann sich wirklich entwickeln“, so der neue Rektor und versprach: „Wir wollen an dieser Schule die Kinder so stärken, dass sie ihr Leben als Erwachsene meistern werden.“ Neben Wissen und Können gehöre dazu auch Charakter und Herzensbildung. Mit 169 Schülern und 17 Lehrkräften ist die neue Realschule Tegernseer Tal in das Schuljahr 2010/2011 gestartet. Es gibt sieben Klassen in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7. Auch ein Förderverein hat sich bereits gebildet.

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