Neubau nebenan

Realschule Gmund: Fünf Klassenzimmer in einem separaten Gebäude

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Auf der freien Fläche südöstlich der Realschule in Finsterwald wäre Platz für das neue Gebäude. Möglich wäre aber auch ein Neubau im Bereich des Pausenhofs.

Miesbach/Gmund – Die Realschule Tegernseer Tal in Gmund-Finsterwald braucht dringend mehr Platz. Fünf neue Klassenzimmer sind vorgesehen. Sie sollten in einem Riegel zwischen dem Schulgebäude und der Sporthalle entstehen. Daraus wird nun nichts. Stattdessen möchte der Landkreis einen freistehenden Bau errichten. Das hat Kreiskämmerer Gerhard de Biasio in der Kreistagssitzung am vergangenen Mittwoch berichtet. Er hofft, mit der neuen Variante sogar Geld zu sparen.

2,7 Millionen Euro sollte die bisher geplante Erweiterung über dem bestehenden Verbindungsgang kosten. Der Kreisausschuss stimmte den Plänen im November zu, den Betrag stellte de Biasio im aktuellen Haushalt ein. Wie der Kreiskämmerer erklärte, haben Gespräche mit der SKE GmbH (Vinci Facilities) aber zu „keinem gemeinsamen Ergebnis“ geführt. Mit dem Unternehmen hatte der Landkreis die Realschule Tegernseer Tal in öffentlich-privater Partnerschaft gebaut. SKE ist noch für den Unterhalt zuständig und wäre auch bei der Erweiterung mit der Planung betraut. Doch da kommen die beiden Partner diesmal nicht zusammen – wegen der Kosten.

Kein Problem, findet de Biasio: „Wir brauchen SKE nicht“, sagte er und machte deutlich, dass wohl auch das Unternehmen damit gut leben könne. „Da war niemand vor den Kopf gestoßen“, sagte er zum Abbruch der Gespräche. Nun soll „ein autarkes Gebäude“ mit den benötigten fünf Klassenzimmern entstehen. Entweder auf der Ostseite des Pausenhofs oder südöstlich des Schulgebäudes. Die Schulleitung sei in die Überlegungen eingebunden und stehe den neuen Planungen positiv gegenüber. „Ich erwarte, dass das deutlich günstiger wird als gedacht“, sagte de Biasio. So spart sich der Landkreis beispielsweise aufwendige statische Maßnahmen. Die wären im Bereich der Sporthalle nötig geworden, weil der aufgeständerte Riegel auf ein Kellergeschoss gesetzt worden wäre. Christian Köck (CSU) nannte einen weiteren Vorteil der jetzigen Planung: Der Rettungsweg führt nicht mehr über ein Nachbargrundstück. ft

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