Regierung von Oberbayern fasst Planfeststellungsbeschluss für Bahnübergang

Ja zur Verlegung in Hausham

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Lange Wartezeiten und mitunter gefährliche Situationen am Haushamer Bahnübergang könnten bald der Vergangenheit angehören

Hausham – Eine Troglösung mit tiefergelegten Schienen und eine mit der Ampelschaltung gekoppelte Schrankenanlage: Für die mitunter schwierige Situation am Haushamer Bahnübergang gab es schon mehrere Lösungsvorschläge. Eine weitere, bereits bekannte Möglichkeit könnte bald grünes Licht bekommen.

Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsbeschluss für die Verlegung des Haushamer Bahnübergangs gefasst.  So könnte den langen Wartezeiten am Übergang sowie der Gefahr durch offene Schranken trotz des durchfahren Zuges ein Ende bereitet werden. 2018 könnte es soweit sein. 18 Stellungnahmen und drei private Einwendungen waren bei der Regierung von Oberbayern zum Projekt eingegangen. Laut Auskunft der Pressestelle seien diese „geprüft und soweit wie möglich berücksichtigt“ worden. Der derzeitige Plan sieht vor, die bestehende Anlage etwa 100 Meter nach Norden zu verlegen. Der alte Übergang werde laut Matthias Geitz vom Staatlichen Bauamt Rosenheim zurückgebaut und renaturiert. Im Gegenzug für die „unvermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft“ durch die Verlegung solle laut Regierung von Oberbayern eine insgesamt etwa 50 Quadratmeter große Ausgleichsfläche gefunden werden.

Der Planfeststellungsbeschluss mache das Verfahren für die Beteiligten – also Gemeinde, DB Netz AG und Staatliches Straßenbauamt Rosenheim – laut Regierung von Oberbayern „einfacher und transparenter“ denn er umfasse und ersetze „grundsätzlich alle nach anderen Rechtsvorschriften notwendigen öffentlich-rechtlichen Einzelgenehmigungen, Erlaubnisse und Zustimmungen für das festgestellte Vorhaben.“ Werden gegen den Beschluss und die Planunterlagen in einer bestimmten Frist nach der zwei Wochen dauernden, öffentlichen Auslegung keine Klagen erhoben, gilt der Planfeststellungsbeschluss als „bestandskräftig“. Wann diese Auslegung stattfindet, werde noch bekanntgegeben. Der Plan kann dann sowohl in der Gemeinde als auch auf der Homepage der Regierung von Oberbayern eingesehen werden.

Bekommt das Vorhaben grünes Licht, werden im kommenden Jahr erste Vorbereitungen getroffen. Die eigentliche Realisierung ist für 2018 geplant. Wie viel die Verlegung kosten soll, könne laut Geitz noch nicht hundertprozentig beziffert werden. Zunächst sei noch eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung mit der DB Netz AG nötig. Dann sei auch die Kostenplanung Thema.

she

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