Aus der Region für die Region

Für Vereine und Co.: Raiffeisenbank im Oberland startet Crowdfunding-Kampagne

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Zeigten sich begeistert von der Kampagne: (v.l.) Tobias Schreiner (Rektor Realschule Tegernseer Tal) mit Rita Haimerl (Vorsitzende Schulförderverein) sowie Franz Öttl (Vorsitzender SV Waakirchen-Marienstein 1904), Tanja Volpert (Projektleitung Crowdfunding), Hubert Stehr (Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank im Oberland), Helga Vogt (Leitung PR), Rumplhanni-Regisseur Walter Kohlhauf, Anton Auer (Förderverein Renovierung Feldmannkapelle) und Max Kalup (Kulturamt Miesbach).

Miesbach – Ob Sport-, Trachten oder Schulförderverein: Überall in der Region gibt es größere und kleinere Wünsche bei Vereinen und Institutionen. Um diese zu erfüllen braucht es aber Geld. Um diesen Projekten mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, hat die Raiffeisenbank im Oberland die bereits erfolgreiche „Viele schaffen mehr“-Kampagne in die Region geholt. Viele Spender können hier mit kleinen Beträgen beim sogenannten Crowdfunding Projekte in der Umgebung wahr werden lassen.

Nach dem Motto „Was einer alleine nicht schafft, das erreichen viele gemeinsam“ können gemeinnützige Vereine, Institutionen wie Kindergärten und Sportvereine sowie soziale und kulturelle Einrichtungen ihre Projekte verwirklichen. Hat der Fußballplatz des örtlichen Sportvereins zum Beispiel schon bessere Tage gesehen, kann der Verein via Crowdfunding die nötigen Mittel sammeln. Bevor es jedoch soweit ist, muss das Projekt zunächst ein bankinternes Gremium durchlaufen. „Es muss eine Idee eines gemeinnützigen Vereins sein, von der wir überzeugt sind, dass sie viele Spender erreichen kann“, erklärte Raiffeisenbank-im-Oberland-Vorstand Hubert Stehr. Ist diese Voraussetzung erfüllt, geht‘s in die Vorbereitungsphase. Hier stellt der jeweilige Initiator das Projekt vor. Dann wird‘s spannend: In der 14-tägigen sogenannten Fanphase müssen die Initiatoren auf der Plattform genügend Unterstützer auf sich vereinigen. Je mehr Geld gesammelt werden muss, desto mehr „Fans“ müssen sich auch zum Projekt bekennen. Sind die Unterstützer schon vor Ablauf der Frist beisammen, wird die verbleibende Zeit für die dritte und entscheidende Phase, die Finanzierungsrunde, gutgeschrieben. Etwa drei Monate lang kann für das jeweilige Projekt gespendet werden. Es gilt: Alles oder nichts. Erreicht eine Idee nicht die nötige Spenden­summe, geht das ganze Geld wieder an die Unterstützer zurück, die

Initiatoren gehen leer aus.

Die Raiffeisenbank gibt den Projekten aber nicht nur eine Plattform, sie unterstützt sie auch. Für den Anfang steht hierzu ein Spendentopf mit 20.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus Reinertragsmitteln aus der Lotterie „Gewinnsparen“. Für jeden Unterstützer, der in der Finanzierungsphase mindestens 5 Euro spendet, verdoppelt die Bank die Summe bis maximal 2500 Euro pro Projekt.

Derzeit befinden sich sechs solcher Projekte in der Fan- oder Finanzierungsphase, jeweils drei im Landkreis Miesbach und in Bad Tölz-Wolfratshausen. Beim Pressetermin am vergangenen Donnerstag stellten der Förderverein der Realschule Tegernseer Tal, der SV Waakirchen-Marienstein und das Kulturamt der Stadt Miesbach ihre Projekte vor. Während sich die Realschule über zwei frische Klassensätze iPads freuen würde, auf denen Lern-Apps laufen, endet beim SV Waakirchen der Leasingvertrag für den dringend benötigten Vereinsbus. Der Verein möchte den Bus deshalb kaufen. Das Miesbacher Kulturamt sucht derweil Unterstützer, die sich an den Kosten für das Freilichttheater „Rumplhanni“ beteiligen, das heuer im Zuge der Feierlichkeiten „100 Jahre Stadterhebung“ auf der Waitzinger Wiese aufgeführt werden soll.

„Der entscheidende Faktor ist jetzt, das Projekt in die Breite zu bringen“, erklärte Hubert Stehr. Nur wenn möglichst viele potentielle Spender von der Plattform wissen, können schließlich überhaupt Gelder gesammelt werden. Weitere Infos zur „Viele schaffen mehr“-Kampagne und alle anstehenden Projekte zum Nachlesen gibt‘s hier.

she

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