Haushalt: Fischbachau plant Investitionen in Höhe von 7,7 Millionen Euro

Rekord für die Zukunft

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Für die Sanierung des alten Schulhauses in Elbach sind im Fischbachauer Haushalt 650.000 Euro veranschlagt.

Fischbachau – Runter von den Schulden, Zinslast senken – das hatten sich Bürgermeister Josef Lechner und der Fischbachauer Gemeinderat in den vergangenen Jahren zum obersten Ziel gesetzt.

Und sie waren erfolgreich. „Wir haben die Schulden mehr als halbiert“, erklärte Lechner in der jüngsten Gemeinderatssitzung, „und zwar ohne, dass wir uns zu Tode gespart haben“. Doch die Zeit der Konsolidierung ist nun zumindest vorerst vorüber. Die Gemeinde plant, in diesem Jahr Kredite in Höhe von 2,4 Millionen Euro aufzunehmen. Damit will Fischbachau Investitionen von insgesamt 7,7 Millionen Euro stemmen. „Wir legen heute einen Rekordhaushalt vor“, sagte Rathauschef Lechner. Während das Volumen des Verwaltungshaushalts mit gut 8,9 Millionen Euro nur um etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, setzt der Vermögenshaushalt mit knapp 7,7 Millionen Euro neue Maßstäbe in der Leitzachtalkommune. Eine Steigerung um 60 Prozent, erklärte Lechner, bedeute der Entwurf. Dabei, sagte der Bürgermeister, werde die Zinslast „nicht so hoch steigen wie sie schon war“. Dafür sorgt das „historisch niedrige Zinsniveau“. Dennoch wird der Schuldenstand wieder auf rund 5,6 Millionen wachsen und damit in etwa so hoch sein wie 2008. Unverändert bleiben dennoch die Hebesätze bei der Grund- und der Gewerbesteuer. Zugute kommt der Gemeinde für das Investitionsprogramm, dass wieder einmal viele Fördergelder aufs Fischbachauer Gemeindekonto fließen. Mit etwa 3,1 Millionen Euro rechnet die Kommune. „Nur für den größten Brocken, für die Kläranlage, gibt’s leider nichts“, sagte Lechner. Mit den Zuschüssen und den Krediten bleiben noch zwei Millionen, die Fischbachau aus seinem Eigenkapital aufbringt, um alle Vorhaben finanzieren zu können. Den größten Teil bilden Maßnahmen für die Infrastruktur. Rund 3,3 Millionen investiert die Gemeinde in ihre Straßen und Wege. Dass das Geld da gut angelegt ist, davon ist Lechner überzeugt: „Was wir da reinstecken, senkt die Unterhaltskosten.“ Zirka 1,8 Millionen fließen in den Bau der Kläranlage und in die Kanalsanierung, eine Million Euro gibt die Gemeinde für den Städtebau und die Dorfentwicklung aus. Kämmerer Johann Hermann fasste das als Maßnahmen für die Attraktivität zusammen. Hierzu gehören unter anderem die Sanierung des alten Schulhauses in Elbach (650.000 Euro) und die Umgestaltung des Propsteiumfelds in Fischbachau (230.000 Euro). Für Schulen, Kinderbetreuung und die Energieversorgung sind 400.000 Euro eingeplant, für Investitionen im Bereich Tourismus 200.000 Euro. Damit hat die Gemeinde, wie Kämmerer Hermann erklärte, bei einem Gesamthaushalt mit einem Volumen von gut 16,5 Millionen Euro eine Investitions- quote von 46 Prozent. Das Gremium ist damit einverstanden. Einstimmig segnete es den Etat ab. Georg Göttfried (FaB) nannte ihn einen „vertretbaren Haushalt“, Andreas Auracher (CSU) sprach von „soliden Finanzen“. Die Investitionen seien bei den Rahmenbedingungen sinnvoll, betonte er: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“     ft

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