Helfende Hände

Repair-Café in der Volkshochschule Holzkirchen feiert fünfjähriges Bestehen

Die Helfer des Holzkirchner Repair-Cafés beim Reparieren
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Die Helfer des Holzkirchner Repair-Cafés beim Reparieren.

Holzkirchen – Am Freitag bietet das Repair-Café in der vhs Holzkirchen wieder einen Termin an. Genau vor fünf Jahren wurde mit der Aktion gestartet. Das wird nun gefeiert.

Am Freitag, 9. Oktober, öffnet das Repair-Café in der Volkshochschule Holzkirchen-Otterfing wieder seine Pforten. Und diesmal aus besonderem Anlass: Das fünfjährige Bestehen soll gefeiert werden, wenn auch corona-bedingt im kleinen Kreis.

„Wir reparieren alles, was die Besucher tragen können“, berichtet Heike Wellisch vom Repair-Café-Team. „Eine Anmeldung bei der Volkshochschule ist nicht erforderlich. Interessenten können uns aber gerne vorab unter kontakt@repaircafe-holzkirchen.de kontaktieren.“ Auch Bedienungsanleitungen der betroffenen Geräte sind hilfreich beim Reparieren. Bei dem Termin am Freitag, 9. Oktober, von 16 bis 19 Uhr, wird auch das fünfjährige Bestehen gefeiert. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir an 54 Terminen insgesamt zirka 850 Teile repariert und bei 74 Prozent waren wir auch erfolgreich“, resümiert Heike Wellisch. „Aktuell arbeiten 16 Ehrenamtliche im Repair-Café mit.“

Am 9. Oktober 2015 hat das Repair-Café zum ersten Mal seine Pforten geöffnet und das seitdem jeden zweiten Freitag im Monat, von 16 bis 19 Uhr – und das auch in den Ferien. Am Freitag nun findet das Repair-Café zum 55. Mal statt. Von den 847 bearbeiteten Objekten konnten 513, also 61 Prozent, erfolgreich repariert werden, 111 beziehungsweise 13 Prozent, nachdem zum Beispiel ein Ersatzteil besorgt wurde. 223 Teile und damit etwa 26 Prozent waren nicht mehr zu reparieren.

Die Statistik zeigt auch, dass die Anzahl der bearbeiteten Teile jedes Jahr gestiegen ist. Sind es 2015 gerade mal 16 Teile gewesen, waren es 2016 schon 91, 2017 bereits 170, 2018 dann 162 und 2019 schließlich 280. In diesem Jahr sind bisher bei sechs Terminen immerhin 132 Teile bearbeitet worden. Corona hat sich auch auf die Termine des Repair-Cafés ausgewirkt. Während des Lockdowns im Frühjahr sind diese ausgefallen. Die durchschnittliche Anzahl der zu reparierenden Teile pro Termin hat 2015 noch bei fünf gelegen, 2016 dann bei acht, 2017 und 2018 bei 14 sowie 2019 bei 23. Im Jahr 2020 liegt der Durchschnitt bislang bei 21, erklärt Heike Wellisch vom Repair-Café-Team. Der Rückgang ist auch auf Corona zurückzuführen, denn im letzten Quartal 2019 bis Februar 2020 lag der Durchschnitt bei etwa 35.

Die häufigsten Geräte, die zum reparieren gebracht wurden, sind Hi-Fi-Geräte, Haushaltsgeräte wie Wasserkocher, Küchenmaschinen oder Staubsauger, Fahrräder, Nähmaschinen und Werkzeuge, aber auch Uhren, Spielzeug wie Puppen, Drachen, Autos, Kasperl­theater oder Spieluhren, Lampen, Schirme, Koffer und vieles mehr. Die ungewöhnlichsten Reparaturen waren eine Jukebox, ein etwa 100 Jahre alter drehender Christbaumständer mit Spieluhr sowie ein ungefähr 80 Jahre altes Röhrenradio. ksl

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