Interreligiöser Dialog

Roger Schmidt ist neuer Leiter des Studienzentrums Josefstal

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Roger Schmidt ist seit Beginn des Jahres der neue Leiter des Studienzentrums Josefstal.

Schliersee – Zum Jahresanfang hat Roger Schmidt die Leitung des Studienzentrums Josefstal übernommen. Er ist der Nachfolger von Rainer Brandt, der als Leiter der Einrichtung nach 16 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

Die Laufbahn von Roger Schmidt führt von der Evangelischen Jugend Schweinfurt zum Vorsitzenden der Landesjugendkammer, vom Jugendsekretär des Lutherischen Weltbundes zum Projekt Jugendkirche Nürnberg und dem Collegium Oecumenicum. Das Studienzentrum Josefstal hat es sich seit 40 Jahren zur Aufgabe gemacht, evangelische Jugendarbeit und ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit zu fördern. Das Kursangebot ist umfangreich.

Bei der offiziellen Einführung von Schmidt als neuer Leiter gab es nach einem Gottesdienst einen Festvortrag von Simone Sinn, Professorin am Ökumenischen Institut Bossey in der Schweiz, zum Thema „Junge Menschen im globalen interreligiösen Dialog“. Sinn sieht eine Chance für das Studienzentrum Josefstal, nicht nur Weiterbildung anbieten zu können, sondern auch die Möglichkeit für ein Mitwirken an Konzepten als Wegweiser für die evangelische Kirche deutschlandweit. Der interreligiöse Dialog ist ein zentrales Thema im 21. Jahrhundert. Es ist wichtig für die Kirche und die Gesellschaft. Es geht um das gemeinsame Zusammenleben als Menschen mit Glauben, egal ob Lutheraner, Katholiken, Juden oder Muslime. „Dass Papst Franziskus jetzt zum erstem Mal die Vereinigten Arabischen Emirate besucht, ist eine tolle Entwicklung“, sagte Sinn. Die Vision sei, in Frieden zusammenzuleben. Wichtig ist es, jungen Menschen die Chance zum Mitwirken zu geben. Das Josefstal soll weiterhin einen Beitrag dazu leisten, indem dort junge Menschen ausgebildet werden. Pfarrer Tobias Fritsche, Landesjugendpfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, äußerte in seinem Grußwort im Anschluss die Idee, dass junge Menschen im Kursangebot „Bibilog“ Texte der Bibel und die des Korans vergleichen könnten. „Auf diese Weise kann man spüren, was dem Anderen wichtig ist“, sagte Fritsche. Abschließend wurde der religiöse Dialog der Gäste bei einem gemeinsamen Abendessen weitergeführt. jw

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