Polizei warnt vor der Masche

Telefonbetrüger täuschen Notfall vor – Rosenheimerin entdeckt Schwindel

Polizei im Einsatz
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Rosenheim – Mit einem sogenannten Schockanruf sollte eine ältere Frau aus Rosenheim um viel Geld erleichtert werden. Im letzten Moment misslang der Betrug.

Am frühen Mittwochmittag (8. Januar) wurde eine ältere Dame telefonisch von einer unbekannten Täterin kontaktiert und eine Notlage im Verwandtenkreis vorgetäuscht. "Die Geschädigte wurde davon überzeugt, einen niedrigen fünfstelligen Betrag zu übergeben, was jedoch in letzter Sekunde nicht zustande kam", wie Sprecher Alexander Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd berichtet. "Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben verzeichnete am Mittwoch mehrere derartige Schockanrufe, welche jedoch alle nicht zum Erfolg führten."

Gegen Mittag wurde am Mittwoch (8. Januar) zum Beispiel eine ältere Frau aus Rosenheim von einer unbekannten Täterin telefonisch kontaktiert. In dem Telefongespräch – einem sogenannten Schockanruf – wurde der Geschädigten eine akute Notlage in deren Verwandtschaft vorgetäuscht und in diesem Zusammenhang die Übergabe von Bargeld gefordert.

Aufgrund des von der Anruferin erzeugten Drucks und deren Überzeugungskraft ging die Geschädigte von dieser Notlage aus und begab sich mit einem fünfstelligen Bargeldbetrag auf den Weg zum vereinbarten Übergabeort im Bereich der Inn- und der Gießenbachstraße in Rosenheim, um dort das Geld zu übergeben.

"Am Übergabeort traf die Geschädigte auf eine sogenannte Abholerin, wurde doch noch skeptisch und übergab das mitgeführte Bargeld in allerletzter Sekunde nicht", erklärt Polizei-Sprecher Alexander Huber. "Die im Nachgang verständigte Polizeiinspektion Rosenheim leitete sofort eine Nahbereichsfahndung ein, welche jedoch erfolglos blieb."

Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:

Die unbekannte Dame stellte sich mit dem Namen „Christa“ vor und war etwa 20 Jahre alt, ungefähr 165 Zentimeter groß und schlank. Sie sprach Deutsch mit nicht näher definierbarem, ausländischem Akzent und war mit einem schwarzen Mantel sowie eventuell einer dunklen Mütze bekleidet.

Die Polizei bittet diesbezüglich um Hinweise:

  • Wer hat zur Tatzeit im Umfeld der Tatorte verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Wem sind verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen, die möglicherweise im Zusammenhang mit den Taten stehen könnten?
  • Hinweise werden an die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben unter der Telefonnummer 0861/98730 oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Die Polizei rät bei solchen Anrufen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Amtspersonen – zum Beispiel Polizeibeamte und Rechtsanwälte – oder Verwandte ausgeben und dramatische Notlagen schildern. Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Das Gleiche gilt für Anrufe von Behörden. Rufen Sie zurück, nachdem Sie die entsprechende Telefonnummer selbst herausgesucht haben.
  • Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein! Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen zunächst Rücksprache mit Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. Benutzen Sie dafür den Notruf 110.
  • Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer solcher Betrüger geworden sind. Durch eine schnelle Meldung des Vorfalls unterstützen Sie die Ermittlungen der Polizei.

ksl

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