Nach mehreren Vorfällen in Holzkirchen

Polizei warnt vor Telefonbetrug – nun auch Anrufe in Schliersee

Polizei im Einsatz
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Landkreis – Immer wieder lassen sich Betrüger etwas Neues einfallen, um an Schmuck, Wertgegenstände oder Bargeld zu gelangen. Nun gab es wieder Anrufe in Holzkirchen.

Update vom 31. Januar: Callcenter-Betrug in Schliersee

Eine 63-jährige Schlierseerin ist fast Opfer einer professionellen Betrügerbande geworden, wie die Polizeiinspektion Miesbach berichtet. Sie erhielt an den vergangenen zwei Tagen mehrfach Anrufe von angeblichen Polizeibeamten, die ihr unter anderem Fragen zu vorhandenem Vermögen und Wertsachen stellten.

"Durch die geschickte Gesprächsführung und massive Druckausübung brachten die Täter die Frau soweit, dass diese um ein Haar ihr Vermögen bei der Bank abgehoben hätte", teilt die Polizei mit. "Nur durch Zufall verblieb das Geld auf dem Bankkonto. Der Frau entstand erfreulicherweise kein finanzieller Schaden."

In diesem Zusammenhang weist die Polizei erneut auf Folgendes hin:

  • Die Polizei ruft Sie nicht an und erkundigt sich nach Ihren Vermögensverhältnissen oder vorhandenen Wertsachen.
  • Geben Sie diesbezüglich niemandem Auskunft.
  • Die Polizei holt keinerlei Bargeld oder Wertsachen bei Ihnen ab, um diese bei einem angeblich bevorstehenden Einbruch zu schützen.
  • Informieren Sie sich zwingend bei Ihrer örtlichen Polizei, sollten Sie Anrufe dieser Art erhalten.
  • Sprechen Sie mit Nachbarn und Freunden.
  • Die Polizei ruft nicht mit der 110 bei Ihnen an.
  • Wählen Sie im Zweifelsfall immer selbst die 110.

Update vom 29. Januar: Erneut Anrufe in Holzkirchen

Erneut hat eine Holzkirchnerin einen Telefonanruf von einem falschen Polizeibeamten erhalten. Ein Unbekannter rief am Dienstag (28. Januar) bei ihr an, gab sich ihr gegenüber als Polizist aus München aus und erzählte ihr, dass ihre Anschrift auf einen Zettel bei einer Einbrecherbande gefunden worden sei. Die Angerufene kannte die Betrugsmasche aber, legte auf und informierte sofort die Polizeiinspektion Holzkirchen.

Personen, die im Zeitraum ähnliche Anrufe erhalten haben oder Zeugen eines solchen Vorfalls geworden sind, melden sich bitte bei der Polizeiinspektion Holzkirchen unter Telefon 08024/90740.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich vor derartigen Anrufen:

  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Ihre Polizei fragt niemals nach Bargeld oder Wertgegenstände oder holt diese bei Ihnen ab.
  • Im Zweifel legen Sie auf und verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle.
  • Informieren Sie bitte auch Ihre Angehörigen und Bekannten.

Update vom 23. Januar: Anrufe in Holzkirchen

Erneut hat es Anrufe von falschen Kriminalbeamtinnen in Holzkirchen gegeben, wie die dortige Polizeiinspektion berichtet. Am Dienstag (21. Januar) kam es im Ortsbereich von Holzkirchen erneut zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Eine vermeintliche Kriminalbeamtin rief bei älteren, alleinstehenden Frauen an und gaukelte ihnen vor, dass in der Nähe ein Raubüberfall auf eine ältere Dame stattgefunden habe. Die beiden in Holzkirchen angerufenen Frauen erkannten aber sofort die Masche und legten auf.

Im weiteren Verlauf versuchen die organisierten Täter dann Hinweise auf Wertsachen im Haus der Angerufenen zu erhalten und sie dazu zu bewegen Geld, Schmuck und andere Wertsachen an einen vermeintlichen Polizeibeamten zur Überprüfung zu übergeben oder gar zuerst Geld von der Bank abzuheben und ebenfalls zu übergeben.

Die Polizei rät dringend, sich die anrufende Telefonnummer im Display gegebenenfalls aufzuschreiben, aber sonst sofort aufzulegen und die echte Polizei unter der Notrufnummer 110 zu informieren! Auf gar keinen Fall dürfen an Unbekannte Wertsachen herausgegeben werden. Im Zweifel sollten die Betroffenen sofort auch Kontakt zu nahen Angehörigen aufnehmen und ihnen von dem Vorfall berichten.

Vorbericht vom 21. Januar: Polizei warnt vor Telefonbetrug

Legendenbetrug – insbesondere zum Nachteil von älteren Menschen – beschäftigt die Polizei und Strafverfolgungsbehörden auch im noch jungen Jahr 2020. Die Täter solcher Betrugsdelikte lassen sich immer wieder neue Geschichten einfallen, um die Opfer zur Herausgabe von Wertgegenständen oder Bargeld an vermeintliche Polizeibeamte zu überzeugen. Neu ist, dass die Täter zur Herausgabe der EC-Karte samt persönlicher Geheimzahl (PIN) auffordern.

"Zielgruppe des Legendbetrugs sind in den meisten Fällen Senioren", berichtet Sprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. "Ihnen wird die missliche Lage eines vermeintlichen Verwandten vorgegaukelt, wofür nun die Zahlung eines hohen Geldbetrages erforderlich sei." Aber auch mit dem Modus Operandi „Falsche Polizeibeamte“ gelingt es den organisierten Banden immer wieder, an Schmuck, Wertgegenstände oder Bargeld zu gelangen.

"Neu für die richtige Polizei ist nun jedoch die Masche der Täter, an die Scheckkarte und die damit verbundene PIN der Betrugsopfer zu gelangen", erklärt Martin Emig. "Aufgrund der Festnahme einer Einbrecherbande müsse die Polizei nun die Scheckkarte abholen, da das Konto gesperrt werden müsse. Außerdem müsse die persönliche Geheimzahl herausgegeben werden."

Und er appelliert: Ihre Polizei wird auf diese Art und Weise niemals die Herausgabe von Geld, Schmuck, Wertgegenständen oder Scheck- beziehungsweise Kreditkarten fordern und rät an dieser Stelle nochmals vor den aktuell kursierenden Betrugsmaschen falscher Polizeibeamter oder falscher Enkel.

Die Polizei rät:

  • Informieren Sie Ihre Familienangehörigen und Nachbarn über diese Betrugsmaschen!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse!
  • Ganz wichtig: Legen Sie bei derartigen Anrufen immer auf und rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110! Haben Sie keine Angst anzurufen! Lieber einmal zu oft den Notruf abgesetzt, als Opfer der Betrüger zu werden!
  • Rufen Sie Ihre örtliche Polizei zurück und erkundigen Sie sich. Verwenden Sie dafür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern immer die Ihnen bekannte Rufnummer!

ksl

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