Kleine Fahrzeuge für die Valepp

Buslinie zwischen Spitzingsee und Monialm kehrt zurück

Dieses Schild ist ab 1. September obsolet: Dann fahren wieder Busse zwischen Spitzingsee und Monialm.
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Dieses Schild ist ab 1. September obsolet: Dann fahren wieder Busse zwischen Spitzingsee und Monialm.

Rottach-Egern – Ab 1. September fährt wieder ein Bus zwischen Valepp, Spitzingsee und Monialm – allerdings unter besonderen Bedingungen.

Wanderer und Ausflügler dürfen sich freuen: Sie müssen die Strecke vom Spitzing hinunter oder hinauf zur Valepp nicht mehr unbedingt zu Fuß gehen. Ab Dienstag (1. September) fahren wieder Busse. Allerdings wird es vorerst nur eine geringere Kapazität der Linie 9560 zwischen Spitzingsee und Monialm geben.

Dass dort in diesem Sommer bisher keine Busse fahren, liegt an einer Änderung in der Straßenverkehrsordnung. Demnach müssen Busse außerhalb von Ortschaften einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten, wenn sie an Radfahrern vorbeifahren – unmöglich für die großen RVO-Busse auf der schmalen Bergstraße.

Nun ist eine Lösung gefunden: Es sollen kleinere Busse fahren. Damit kann die Linie vom 1. September bis 18. Oktober wieder in Betrieb gehen, wie die DB Regio Bus für die RVO mitteilt. Die Firma Brandstätter wird die Strecke für die RVO betreiben und hat dafür ein neues Fahrzeug angeschafft. Es ist kleiner und schmaler, sodass es zumindest im Bereich der Ausweichstellen möglich ist, Radler zu überholen und trotzdem den Abstand einzuhalten.

Das bedeutet auch, dass der Bus eventuell auch mal ein Stück hinter Radfahrern herzuckeln muss. Deshalb sind längere Fahrzeiten und ein reduziertes Angebot eingeplant. Je siebenmal täglich pendelt der Bus zwischen Spitzingsee-Kirche und Johannesbrücke Valepp, zweimal geht es weiter bis zur Monialm. Dort ist ein Umstieg in die Linienbusse nötig, um weiter bis Rottach-Egern zu fahren.

Der Einsatz des neuen Fahrzeugs für die Valepp bringt mit sich, dass nicht mehr so viele Menschen Platz finden wie in den großen RVO-Bussen – nur noch 14 sitzend und acht stehend. „Natürlich muss allen Nutzern bewusst sein, dass sich damit die Beförderungskapazitäten enorm reduzieren und eventuell mal nicht alle Fahrgäste mitgenommen werden können“, heißt es von der DB Regio Bus.

„Aufgrund der zusätzlichen Kosten und geringeren Einnahmen wird die Linie auf Dauer nicht eigenwirtschaftlich betrieben werden können“, erklärt die DB Regio Bus. Nun laufen bereits Gespräche mit dem Landratsamt sowie den Gemeinden Schliersee und Rottach-Egern zur weiteren Finanzierung in den kommenden Jahren. Sie hatten gemeinsam nach einer Lösung gesucht, um die Linie wieder betreiben zu können. ft

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