Als Eigentum und zur Miete

Rottach-Egern will in Haslau Wohnraum für Einheimische schaffen

Blick vom Tegernsee auf Rottach-Egern
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In Rottach-Egern soll im Ortsteil Haslau neuer Wohnraum entstehen.
  • VonKatja Schlenker
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Rottach-Egern – Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware am Tegernsee, der Traum vom Eigenheim bleibt meist unerfüllt. Die Gemeinde Rottach-Egern will das in Haslau ändern.

Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum für Einheimische – generell im Landkreis Miesbach und vor allem auch am Tegernsee. Die Gemeinde Rottach-Egern will nun ein Einheimischenprogramm im Ortsteil Haslau starten.

Dort besitzt die Gemeinde ein zirka 5.400 Quadratmeter großes Grundstück. Auf dem Areal stehen derzeit zwei Gemeindehäuser sowie Unterstellplätze für Fahrzeuge, erläuterte Bürgermeister Christian Köck jüngst im Gemeinderat. In einer vorangegangenen Sitzung haben die Mitglieder über ein Einheimischenprogramm diskutiert. Die aktuellen Mieter müssten dann wieder untergebracht werden, weshalb auf jeden Fall ein Gebäude mit Mietwohnungen errichtet werden soll.

Geplant sind zunächst zwei Einfamilienhäuser, drei Doppelhaushälften sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit vier beziehungsweise fünf Wohnungen. „Der Prozess dauert noch“, erläuterte der Bürgermeister die erste Idee. „Es macht also keinen Sinn, wenn man sich jetzt schon meldet, um sich zu informieren oder gar vormerken zu lassen.“ Geplant ist, dass die Bewerbungsphase für das Einheimischenprogramm in der zweiten Jahreshälfte 2023 beginnt.

Die Gemeinderäte Andreas Erlacher und Gabriele Schultes-Jaskolla (beide FWG) sprachen sich gegen das Vorhaben aus. „Ich halte das Konzept maximal für die zweitbeste Lösung“, sagte die Dritte Bürgermeisterin in der Sitzung. Es brauche weiterhin mehr bezahlbaren Wohnraum zu einem moderaten Preis pro Quadratmeter. Das Grundstück in Haslau wäre ihrer Meinung nach ideal, um Mietwohnungen zu schaffen, die noch dazu vom Staat gefördert würden und zeitnah errichtet werden könnten. Wenn es darum gehe, zwischen Mietwohnungen und Eigentum abzuwägen, würde sie Ersterem den Vorrang geben.

„Wir respektieren deine Entscheidung natürlich“, sagte der Bürgermeister. „Man kann das Thema aber auch von zwei Seiten betrachten.“ So stimmte Christian Köck ihr zu, dass es Bedarf an bezahlbarem Wohnraum gibt und man damit viele Leute auf einmal glücklich machen kann. Jedoch stelle er immer wieder fest, dass Eigentum den Leuten ebenfalls wichtig ist. Zudem gebe es weitere Grundstücke in der Gemeinde, die man künftig entsprechend entwickeln könne. ksl

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