Sattes Budget

Rottach-Egern plant weitere Investitionen und geht dafür an die Rücklagen

Dank guter Finanzen kann die Gemeinde Rottach-Egern ihre Investitionen ohne Kredit stemmen.
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Dank guter Finanzen kann die Gemeinde Rottach-Egern ihre Investitionen ohne Kredit stemmen.

Rottach-Egern – Mit einem umfangreichen Haushalt startet die Gemeinde Rottach-Egern ins Finanzjahr 2020. Das Zahlenwerk umfasst rund 26,3 Millionen Euro.

Ein umfangreiches Zahlenwerk hat Kämmerer Martin Butz jüngst in Rottach-Egern den Gemeinderäten vorgestellt. Einstimmig ist der rund 26,3 Millionen Euro umfassende Etat für 2020 dann auch verabschiedet worden.

Auch in den kommenden Jahren kann in der Gemeinde Rottach-Egern fleißig investiert werden. So sollen zwei Wohnhäuser im Ortsteil Ellmösl neu entstehen, ein neues Feuerwehrfahrzeug vom Typ TLF4000 angeschafft und der Anbau ans Feuerwehrhaus fertiggestellt werden. „Es ist der nach wie vor allgemein guten konjunkturellen Lage geschuldet, dass auch im Jahr 2020 mit Steuereinnahmen von gut 12,4 Millionen Euro zu rechnen ist“, erklärte der Kämmerer. „Die Steuereinnahmen, ob eigene Steuern oder über den kommunalen Finanzausgleich, sind die wichtigste Einnahmequelle für die Gemeinde.“ Ob es aufgrund der Corona-Krise dabei bleibt, muss sich zeigen.

Zudem sollen weiterhin Schulden getilgt werden. Zum 1. Januar 2020 hat der Schuldenstand knapp 2 Millionen Euro betragen. Zum 31. Dezember 2020 sollen es noch 1,87 Millionen Euro sein. „Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt je Einwohner bei 322 Euro, inklusive der anteiligen Schulden beim Schulzweckverband bei 669 Euro“, erläuterte Martin Butz. „Der Landesdurchschnitt zum 31. Dezember 2018 lag bei 736 Euro inklusive des Landesdurchschnitts für Zweckverbände.“

Ein Darlehen aufzunehmen, sei für 2020 ebenfalls nicht geplant. Allerdings muss die Gemeinde auch an ihre Rücklagen ran. Diese müssen mindestens 203.100 Euro betragen. Zum Ende des Jahres 2019 sind es rund 7,7 Millionen Euro. Wie sich die Einnahmen bis zum Jahr 2023 entwickeln, sei ein Blick in die Glaskugel, erläuterte Kämmerer Martin Butz. Jedoch sei davon auszugehen, dass die Rücklagen bis dahin wahrscheinlich aufgebraucht sein werden.

Der Verwaltungshaushalt in Rottach-Egern schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit etwa 20,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Haushaltsjahr 2019 ist dieser Ansatz um rund 1 Million Euro höher. Personalkosten sind mit knapp 4 Millionen Euro eingerechnet und erhöhen sich im Vergleich zum Ansatz im Jahr 2019 um 200.000 Euro.

Der Vermögenshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit zirka 5,7 Millionen Euro und wird mit einer Entnahme aus dem Jahresüberschuss 2019 in Höhe von knapp 4 Millionen Euro ausgeglichen, erklärte Kämmerer Martin Butz. ksl

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