Neue Pläne

Seniorenresidenz Wallberg in Rottach-Egern wird vergrößert

Die Seniorenresidenz Wallberg in Rottach-Egern soll umgebaut werden. Der Gemeinderat hat jüngst darüber beraten.
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Die Seniorenresidenz Wallberg in Rottach-Egern soll umgebaut werden. Der Gemeinderat hat jüngst darüber beraten.

Rottach-Egern – Die Seniorenresidenz Wallberg soll künftig 60 Plätze mehr anbieten können. Im Gemeinderat Rottach-Egern ist jüngst über die Pläne diskutiert worden.

Die Seniorenresidenz Wallberg in Rottach-Egern benötigt mehr Platz. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat jüngst über die Pläne für das Areal diskutiert. Mehr Einzelzimmer und auch mehr Bewohner sind das Ziel. Nun sind Einwände zu dem Projekt abgewogen worden.

Peter Wisgott führt die Seniorenresidenz Wallberg seit 2006 und will diese nun von 103 auf 163 Plätze erweitern. Dies soll unter anderem mit dem Neubau eines viergeschossigen Westtrakts geschehen. Wie nun im Gemeinderat bekannt geworden ist, gibt es dafür einen neuen Investor – Werner Schilcher mit seinem Unternehmen Primus Concept. Aufgrund des Wechsels sollen die Pläne nun noch einmal überarbeitet werden.

Zunächst hat sich der Gemeinderat jedoch mit Einwänden befasst, die noch aus dem bisherigen Verfahren zum Umbau stammen. Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung das Verfahren gestoppt wegen des Investorwechsels, erklärte Bauamtsleiterin Christine Obermüller. Nun sei der neue Weg jedoch klar und es könne im Frühjahr eine Baugenehmigung vorliegen.

Bürgermeister Christian Köck übernahm dann die Aufgabe, die Einwände und die Stellungnahmen dazu einzeln vorzutragen. Dabei betonte er auch, wie wichtig die Seniorenresidenz für die Gemeinde sei. „Die Tendenz zeigt, dass der Bedarf da ist“, sagte er. „Mehr als ein Drittel der Rottacher ist über 65 Jahre alt.“ Zudem appellierte er an jene, die jetzt als Nachbarn Einwände vorbringen, dass sie selbst älter werden und irgendwann mal betroffen sein könnten, einen Platz in einer Seniorenresidenz zu benötigen. Zudem seien die Bewohner eher ruhige Nachbarn.

Drei Grundstücksnachbarn lassen sich dennoch anwaltlich vertreten und haben zahlreiche Einwände gegen die Pläne erhoben. Vor allem geht es um zusätzlichen Verkehr und Lärm, der befürchtet wird. Ob die Einwände berechtigt sind, mussten nun die Gemeinderäte abwägen. Auch unter ihnen ist das Vorhaben nicht unumstritten.

„Der Bedarf ist da“, sagte etwa Josef Kaiser (CSU). „Aber der Baukörper ist zu mächtig so nahe am Naturschutzgebiet.“ Thomas Tomaschek (Grüne) hingegen kann sich dennoch mit dem Projekt anfreunden. „Besser den Bestand erweitern, als auf grüner Wiesen neu bauen“, sagte er. Franz Josef Maier (CSU) regte an, das Gespräch zu suchen und auf die Belange der Nachbarn einzugehen, zum Beispiel was Belüftung und Müllpresse angeht. Dem stimmte Bürgermeister Christian Köck zu. Jedoch: Was immissionsschutzrechtlich von den Behörden genehmigt sei, dürfe auch so umgesetzt werden.

Am Ende hat der Gemeinderat sich mit sechs Gegenstimmen dazu entschlossen, die Abwägungen anzunehmen und das Bebauungsplanverfahren weiter fortzuführen. Bereits in der Sitzung im September soll ein neuer Entwurf vorgestellt werden. Große Änderungen sind dabei wohl eher nicht zu erwarten. ksl

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