Nächster Schritt

Rottach-Egern plant weiter an Neubau im Gewerbegebiet – unter Kritik

Im Gewerbegebiet an der Barthsäge in Rottach-Egern sorgt eine geplante Gewerbehalle für Unmut.
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Im Gewerbegebiet an der Barthsäge in Rottach-Egern sorgt eine geplante Gewerbehalle für Unmut.

Rottach-Egern – Rottach-Egern plant an den nächsten Schritten für einen Neubau im Gewerbegebiet an der Barthsäge. Doch es Kritik von der SGT.

Seit 2007 gibt es das Gewerbegebiet am Ortsrand der Gemeinde Rottach-Egern auf Wiesen östlich des Grea Wasserls und nahe dem Weißachdamm. Bisher ist es weitestgehend unbebaut, doch nun plant eine Firma, dort ansässig zu werden. Dafür muss der Bebauungsplan „Barthweg“ geändert werden, was für Kritik sorgt.

Streitpunkt ist unter anderem eine Gewerbehalle. Die dafür eingereichten Pläne weichen in zehn Punkten vom bestehenden Bebauungsplan ab. So soll ein Grünstreifen im Nord­osten und Nordwesten des Grundstücks verschmälert werden. Sieht der ursprüngliche Bebauungsplan einen 8 Meter breiten Grünstreifen im Nordwesten vor, soll der neue nun lediglich 6 Meter messen. Im Nord­osten soll der Weg am Deich von 10 auf 7,60 Meter reduziert werden. „Es gibt keinen Grund, die Halle in den Grünstreifen hinein zu bauen“, erklärte Gemeinderat Thomas Tomaschek (Bündnis 90/Die Grünen) in der Sitzung. „Es ist genug Platz auf der anderen Seite der Halle.“

Auch die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) protestiert: „Diese Grünstreifen wurden explizit von der Unteren Naturschutzbehörde und vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim gefordert“, heißt es in einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt. „Es stellt sich die Frage, warum die Gemeinde Rottach-Egern ohne Not einer Verkleinerung dieser Flächen zustimmt.“ Die SGT bittet das Landratsamt und die Untere Naturschutzbehörde dringend, auf ihrer geforderten Grünflächenanordnung zu bestehen und der Erosion der Grundflächenzahlentwicklung Einhalt zu gebieten.

„Es geht auch darum, eine vernünftige Zufahrt zu haben und Stellplätze zu schaffen“, erklärte Bürgermeister Christian Köck. Die 2 Meter Grünstreifen seien nicht ausschlaggebend. Jedoch handele es sich schon um eine massive Änderung, wie auch Gemeinderat Josef Kaiser (CSU) anmerkte. „Man muss auch an die Anwohner denken.“ Der Grünstreifen soll später mit Bäumen und anderen Gehölzen bepflanzt werden.

Am Ende haben die Gemeinderäte nach kontroverser Diskussion mehrheitlich zugestimmt, den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet zu ändern. ksl

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