Expertenrunde zur Berufswahl

Großer Andrang beim „Tag der betrieblichen Ausbildung“ in Rottach-Egern

Die Expertenrunde (stehend, v.r.): Wolfgang Janhsen (Geschäftsleiter IHK Rosenheim), Martin Greifenstein (Schulleiter des BSZ Miesbach), Johann Haas (Obermeister SHK-Innung) und Franz Hagenauer (Agentur für Arbeit Rosenheim).
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Die Expertenrunde (stehend, v.r.): Wolfgang Janhsen (Geschäftsleiter IHK Rosenheim), Martin Greifenstein (Schulleiter des BSZ Miesbach), Johann Haas (Obermeister SHK-Innung) und Franz Hagenauer (Agentur für Arbeit Rosenheim).

Rottach-Egern – Beim „Tag der betrieblichen Ausbildung“ gaben Experten in Rottach-Egern wertvolle Informationen zur Berufswahl.

Hocherfreut war Rottachs Schulleiter Ulrich Throner, zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises Schule Wirtschaft, über die große Zahl der Interessierten, die am schul­freien Samstag (16. November) in die Turnhalle gekommen waren, um sich am „Tag der betrieblichen Ausbildung“ zu informieren. „Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben ist nun mal die Berufswahl, die uns lebenslang begleitet“, weiß Throner, der zusammen mit dem Leiter der Geschäftsstelle IHK Rosenheim, Wolfgang Janhsen, die über dreistündige Veranstaltung organisierte.

Zum Auftakt des Infotags konnten die Schüler in Gruppen in die Welt verschiedener Betriebe reinschnuppern, die in verschiedenen Klassenräumen ihre Infostände aufgebaut hatten. Vertreten war die Innung Sanitär, Heizung, Klima und Spengler, Maler- und Lackierer, Schreiner, Zimmerer, Friseur, Metall und Metzger sowie Gartenbau Reichl, aber auch die Polizeiinspektion Bad Wiessee und der KWA-Stift Rupertihof. Danach ging es zur Podiumsdiskussion, wo sich mehr Schüler und Eltern einfanden, als zuvor angemeldet waren. Gekommen waren Landrat Wolfgang Rzehak, die Bürgermeister Christian Köck aus Rottach-Egern und Amtskollege Johannes Hagn aus Tegernsee, ebenso Vertreter der Kreishandwerkerschaft.

„Einer der großen Vorteile des bayerischen Schulsystems besteht darin, dass es nach jedem Abschluss einen Anschluss gibt“, sagte Throner. Somit stehen den Schulabgängern alle Wege in eine erfüllte berufliche Zukunft offen. „Häufig übersehen werden hierbei jedoch die exzellenten Möglichkeiten, die die berufliche Bildung bieten“, ergänzte Wolfgang Janhsen. Diese erstrecken sich vom Facharbeiter, Techniker, Meister zum eigenen Betrieb und vom dualen Studium mit vollem Verdienst zum akademischen Abschluss. „Das Handwerk hat auch heute noch goldenen Boden, wenn man die entsprechenden Anforderungen beachtet“, bestätigte Johann Haas, selbständiger Obermeister der SHK-Innung mit eigenem Betrieb. „Heute muss man handlungsorientiert Lernen durch Tun“, ist Martin Greifenstein, Schulleiter am Berufsschulzentrum Miesbach, überzeugt.

Digitalisierung war ein großes Thema: Greifenstein verwies darauf, dass man heute für einen Beruf ausbilde, der erst in etwa drei Jahren beginne. Dennoch würden dafür die Azubis entlohnt, was bei einem Universitätsstudium nicht der Fall sei. „Man darf sich auch selbständig machen als Meister, womit entsprechende Verdienstmöglichkeiten steigen können“, erläuterte Franz Hagenauer von der Agentur für Arbeit in Rosenheim. Ein Praktiker mit Berufsschul­erfahrung habe auch Vorteile, wenn er anschließend Akademiker werde. „Wir helfen Ihnen durch den Info-Dschungel mit allen Informationen, denn wir brauchen alle jungen Menschen.“ Mit einem Riesenapplaus bedankten sich die Zuhörer für die klaren Auskünfte der Experten. iv

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