Der Vordenker

Peter Frimmer aus Sauerlach erhält Kommunale Verdienstmedaille in Silber

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Peter Frimmer (links) erhielt von Innenminister Joachim Herrmann die Kommunale Verdienstmedaillen in Silber.

Sauerlach – Innenminister Joachim Herrmann hat jüngst in München Persönlichkeiten aus ganz Bayern mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Die 27 Träger, darunter auch Peter Frimmer (UBV) aus Sauerlach, haben sich durch ihre langjährige Tätigkeit als kommunale Mandatsträger in besonderer Weise um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht.

„Peter Frimmer setzt sich seit 1978 engagiert für die Belange der Gemeinde Sauerlach und seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger ein“, heißt es in der Laudatio. 18 Jahre lang habe Frimmer als Zweiter und Dritter Bürgermeister kommunalpolitische Verantwortung getragen. Seit Beginn seiner Mandatszeit sitzt er im Haupt- und im Finanzausschuss der Gemeinde. Besonders zu erwähnen sind aber die Initiativen, die Frimmer angestoßen hat: Darunter sind das bis heute angewandte Einheimischenmodell im Wege der Drittellösung, die Unterstützung des Hackschitzelwerks und der Widerstand gegen den großflächigen Kiesabbau in der Gemeinde Sauerlach, aus dem Beschluss für Konzentrationszonen hervorging. Zudem war er Vordenker bei den Themen Inklusion und barrierefreier Ausbau, heißt es in der Laudatio. Das entsprechende Wissen hatte Frimmer als Mitglied der Schulleitung in der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte erworben. Aber auch ehrenamtlich ist Frimmer viel unterwegs: So leitete er den Arbeitskreis Wirtschaft in der Anfangszeit und fungierte als wichtiges Bindeglied zwischen Agenda 21, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Beim wöchentlichen Seniorentreffen der Nachbarschaftshilfe übernimmt Frimmer den Fahrdienst mit dem Gemeindebus.

„Die Würdigung Ihres Wirkens ist mir als Kommunal- und Verfassungsminister ein ganz persönliches Anliegen”, sagte Herrmann. „Wir brauchen Menschen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren und das öffentliche Leben aktiv mitgestalten, um die Demokratie mit Leben zu füllen. Denn Demokratie beginnt in den Städten und Gemeinden, in denen unsere Bürgerinnen und Bürger leben.“ Schließlich seien nirgendwo sonst die konkreten Auswirkungen von Entscheidungen so unmittelbar zu spüren wie auf kommunaler Ebene. Dieses Engagement sei aber nicht immer einfach. Die damit verbundenen Aufgaben seien verantwortungsvoll, vielfältig und komplex. „Gerade in einer Zeit, in der sich Kommunalpolitiker in den sozialen Medien zunehmend verbalen Angriffen ausgesetzt sehen und auch Bedrohungen bis hin zu körperlicher Gewalt leider keine Seltenheit sind, kann man die Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen und für demokratische Werte einzustehen gar nicht hoch genug schätzen”, lobte Herrmann.

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