Mehr Kontrollen

Anwohner in Schaftlach bemängeln zu schnelles Fahren – trotz Tempo 30

Die Buchkogelstraße in Schaftlach ist bereits Tempo-30-Zone. Das Verkehrsdisplay soll ein zusätzlicher Appell an Autofahrer sein, den Fuß vom Gas zu nehmen.
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Die Buchkogelstraße in Schaftlach ist bereits Tempo-30-Zone. Das Verkehrsdisplay soll ein zusätzlicher Appell an Autofahrer sein, den Fuß vom Gas zu nehmen.

Waakirchen – Mehr Kontrollen fordern Anwohner der Buchkogelstraße in Schaftlach. Sie kritisieren zu schnelles Fahren – trotz der vorhandenen Tempo-30-Zone.

Es gilt zwar Tempo 30 – dennoch wird auf der Buchkogelstaße in Schaftlach zu schnell gefahren. Nun haben sich Anwohner mit einem Antrag an die Gemeinde gewandt: Sie wünschen einen Dialog mit der Kommune, wie das Verkehrs­problem gelöst werden kann. Ihr ausführlicher Brief wurde in der jüngsten Ratssitzung behandelt.

Es sei reines Glück, dass auf besagter Straße noch kein Kind angefahren wurde, meinen Anwohner. Die Straße sei eng, teils ohne Gehweg und stark befahren. Brenzlige Situationen hätten sie dort alle schon erlebt, heißt es in dem Brief. Die Bitte der 40 Unterzeichner: Der Gemeinderat möge sich mit dem Problem befassen.

Bekanntlich führt die schmale Straße zu Kindergarten, Spielplatz und Friedhof sowie einer gerne genutzten Spazierstrecke. Bei dem gesamten Bereich handelt es sich um eine Tempo-30-Zone, was aber häufig missachtet werde. Außerdem erhöhe eine Engstelle das Gefahrenpotenzial.

Die Problematik wurde vom Gemeinderat nicht in Zweifel gezogen. Allerdings kam am Sitzungsabend auch auf den Tisch, dass es oft die Mütter selbst seien, die aufs Gaspedal drücken. Darüber hinaus sei etlichen Autofahrern nicht bewusst, dass in einer Tempo-30-Zone rechts vor links gelte. Ebenfalls aufs Tapet gebracht wurde, dass Anwohner dazu neigen, ihre Autos am Straßenrand statt in den oftmals von Gartenmöbeln besetzten Garagen abzustellen.

In Dialog zu treten und mit einigen Anwohnervertretern alsbald einen runden Tisch einzuberufen – dafür sprach sich letztendlich der Waakirchner Gemeinderat aus. Als Sofortmaßnahme soll der kommunale Zweckverband beauftragt werden, das Tempo-30-Gebot stärker zu überwachen. Ferner will die Gemeinde auch mit dem zuständigen Verkehrssachbearbeiter der Polizei ins Gespräch treten. Darüber hinaus soll die während der Bauzeit am Kindergarten geltende Einbahnregelung wieder aufleben, auch im Bereich der Schulkindbetreuung. Als Vorschlag unterbreitet wurde zudem, die Schulbusroute zu ändern. Bereits aufgestellt worden ist ein mobiles Verkehrsdisplay, das die Geschwindigkeit anzeigt. rei

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