Pläne im Ausschuss

Der Rathausvorplatz in Schliersee soll schöner werden

Vorplatz mit Aufgang zum Schlierseer Rathaus
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Die Waschbetonplatten sind nicht mehr zeitgemäß. Der Schlierseer Rathausvorplatz soll schöner werden.

Schliersee – Die Gemeinde Schliersee möchte ihren Rathausvorplatz verschönern. Die Ideen reichen von einem kleinen Kurpark bis zu einem Brunnen.

„Wir haben das wahrscheinlich schönste Rathaus von Bayern“, bekommt der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer, immer wieder zu hören. Jetzt soll auch der Vorplatz dem gerecht werden. Noch mit dem vorherigen Gemeinderat war diese Diskussion ins Rollen gekommen. Vor Kurzem präsentierte Architekt Johannes Wegmann erste Pläne im Haupt- und Werkausschuss.

„Wir haben das Problem, dass viele Menschen von der Bundesstraße kommen und dann Richtung Schliersberg oder Weinberg hinaufwandern. Die gehen alle auf der Straße“, erklärte Bürgermeister Schnitzenbaumer. Der Gehweg an der Hans-Miederer-Straße entlang des Rathauses endet momentan an der Treppe zum Rathaus.

Das ist gefährlich. Schnitzenbaumer wünscht sich hier eine vernünftige Verkehrsführung. Geplant ist den Gehweg weiterzuführen und zusätzlich die Kurve zu entschärfen in dem man sie deutlich aufweitet. Architekt Wegmann legte in der Haupt- und Werkausschusssitzung in der Schlierseer Vitalwelt erste Pläne für einen Umbau vor.

Der kleine Platz direkt vor dem Rathauseingang soll ein ruhiger Ort zum Verweilen werden. Die wenigen Treppen zum Rathauseingang sollen verschwinden. Die breite Treppe von der Straße soll schmaler werden und mit einer behindertengerechten Rampe ausgestattet, zusätzlich seitlich nach Osten verlegt werden, damit sie nicht direkt auf die Türe des Rathauses zuführt.

Wenn der Gemeinderat zustimmt, würde man auch gerne auf das Kriegerdenkmal verzichten. Das sei bereits mit den Gebirgsschützen und dem Krieger- und Veteranenverein abgestimmt, erklärte der Bürgermeister. Auch die Waschbetonplatten vor dem Rathaus sollen weichen.

„Das tolle Aquarium kommt ja anscheinend weg“, stellte Gabriele Murrisch (CSU) schmunzelnd fest. Sie würde sich aber stattdessen etwas anderes mit „Wasser“ wünschen. Das gefiel auch Bürgermeister Schnitzenbaumer. „Einen kleinen Brunnen zum Beispiel“, warf er ein. Uschi Bommer (Die Schlierseer) ging noch einen Schritt weiter. Sie könnte sich auf der jetzigen Rasenfläche etwas wie einen „kleinen Kurpark“ vorstellen.

„Das lenkt doch vom Rathaus ab“, entgegnete Karl Hiermeyer (PWG), der sich eher eine schlichte Gestaltung wünscht. Schnitzenbaumer möchte dieses Projekt in verschiedenen Bauabschnitten umsetzen. „So können wir uns nach und nach rantasten“, sagte er. Eine Aufstellung der Kosten gibt es noch nicht. Die Zustimmung zu den Plänen im Ausschuss war groß, jetzt geht das Vorhaben in den Gemeinderat. jw

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