Nachbessern erwünscht

Warum Schliersee die Pläne für die Obere Maxlraineralm erneut ablehnt

Der Schlierseer Bauausschuss wünscht sich durchaus eine Veränderung an der Oberen Maxlraineralm – nur nicht um jeden Preis.
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Der Schlierseer Bauausschuss wünscht sich durchaus eine Veränderung an der Oberen Maxlraineralm – nur nicht um jeden Preis.

Schliersee – Gab es 2019 ein klares Nein von Schliersee, gibt es nun ein Vielleicht für die Pläne von Matthias Schmidlin zum Erweitern der Oberen Maxlraineralm.

Bereits im Januar 2019 hat der Schlierseer Bauausschuss die Bauvoranfrage für die Obere Maxlraineralm von Matthias Schmidlin abgelehnt. In der jüngsten Bauausschusssitzung kamen neue Pläne auf den Tisch. Auch diese fanden keine Zustimmung. Jedoch klang es nach einer Annäherung.

Das Ensemble an der Oberen Maxlraineralm ist derzeit nicht besonders ansehnlich, eine Veränderung wünschenswert. Die aktuellen Pläne sind moderater als die von 2019 und das Thema „Ruhe und Erholung“ steht weiterhin im Vordergrund. Insgesamt sollen 31 Doppelzimmer und ein Schlaflager für zehn Personen entstehen, zusätzlich ein Wellnessbereich, eine Gastronomie, eine Betreiberwohnung und Personalzimmer. Die Obere Maxlraineralm soll um etwa zehn Meter verlängert und das Dachgeschoss angehoben werden. Die ehemalige Pistenraupenhalle mit Flachdach soll ein Satteldach bekommen und aufgestockt werden. Das bestehende Nebengebäude soll abgerissen werden und stattdessen ein Gästehaus mit etwa 21 mal 13 Metern entstehen.

Für Gerhard Waas (Grüne) sind der Umfang und Zuwachs des Vorhabens nicht akzeptabel. „Das könnte ein touristischer Hotspot auf Kosten anderer werden“, sagte er und erinnerte daran, dass sich die Obere Maxlraineralm mitten im sensiblen Almgebiet befindet. Für Gerhard Krogoll (CSU) sind die 36 geplanten Dachgauben zu viel: „Das sollte man verhindern“, sagte er. Drei steile gleiche Dächer mit 35 Grad Dachneigung findet er untypisch für die Region. Für Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ist es wichtig, einen gemeinsamen Weg zu finden. „Es muss genehmigungsfähig und wirtschaftlich zu betreiben sein“, ergänzte er.

Der Schlierseer Bauausschuss entschied sich einstimmig gegen den Vorantrag, gab dem Architekt Johannes Wegmann vor, eine ruhigere Dachlandschaft zu entwickeln, und einigte sich auf eine gemeinsame Begehung vor der nächsten Bauausschusssitzung, um sich ein noch besseres Bild von der Situation vor Ort machen zu können. Das neue Gremium kommt am Mittwoch, 20. Mai, 18.30 Uhr, zusammen. Dann steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. jw

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