Dienst am Menschen

Schliersee startet Sicherheitswacht und plant erste Patrouillen

Schliersee startet die Sicherheitswacht: (v.l.) Polizeipräsident Robert Kopp, Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Katharina Schreiber, Leiterin der Miesbacher Polizei, stellen das Projekt vor.
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Schliersee startet die Sicherheitswacht: (v.l.) Polizeipräsident Robert Kopp, Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Katharina Schreiber, Leiterin der Miesbacher Polizei, stellen das Projekt vor.

Schliersee – Schliersee beginnt gemeinsam mit der Polizei eine eigene Sicherheitswacht und sucht Interessierte für erste Patrouillen Anfang Mai.

Nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung im vergangenen September einer Sicherheitswacht in Schliersee – als Unterstützung der Polizei – zugestimmt hat, startet nun die Bewerbungsphase. Gesucht werden Bürger zwischen 18 und 62 Jahren. Menschen, gerne auch aus den Nachbargemeinden, die als Bindeglied zwischen Bürgern und Polizei tätig werden wollen. Die Sicherheitswacht soll keinesfalls die Polizei ersetzen.

„Ungeachtet der Tatsache, dass unser Schliersee bisher schon sicher ist, sind wir dem Vorschlag der Polizei gerne gefolgt“, sagte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer bei einem Gespräch, zu dem die Polizei eingeladen hatte, um einen Aufruf für Bewerber zu starten. Tatsächlich liege die Kriminalitätsrate laut Katharina Schreiber, Leiterin der Polizeiinspektion Miesbach, in Schliersee unter dem bayerischen Durchschnitt.

„Die Sicherheitswacht ist auch nicht neu in Bayern“, sagte Polizeipräsident Robert Kopp. Bereits seit 1995 sind engagierte Bürger im Dienst am Menschen unterwegs. Aktuell patrouillieren 1.000 Ehrenamtliche in 122 Kommunen bayernweit regelmäßig auf den Straßen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Die Bewerber für die Sicherheitswacht werden von der Polizei sorgfältig ausgewählt und ausgebildet. Im März findet eine Informationsveranstaltung statt. Aktiv starten soll das Projekt dann im Mai. Gearbeitet wird – ausgestattet mit einer Sicherheitswacht-Jacke und einem Funkgerät – mit direktem Draht zur Polizei.

Schon alleine durch die Anwesenheit der Ehrenamtlichen sollen Straftaten verhindert werden. Als mögliche Einsatzgebiete nennt Katharina Schreiber Orte wie den Kurpark und die Ortsmitte, aber auch größere Menschenansammlungen wie im Skigebiet oder bei Veranstaltungen. „Ich denke dabei an das Schlierseer Seefest und Leon­hardi“, sagte sie.

Für die Aufgabe wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 8 Euro pro Stunde gezahlt. Die Arbeitszeiten werden flexibel und in Absprache mit den Bewerbern eingeteilt. „Wir freuen uns, demnächst auch in unserer Gemeinde auf dieses Plus an Sicherheit und Ordnung zählen zu können, und hoffen auf zahlreiche Bewerber“, sagte Franz Schnitzenbaumer. Ansprechpartner ist die Polizeiinspektion Miesbach unter Telefon 08025/2990. jw

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