Erneut schwerer Sturz

Tragischer Unfall am Schliersberg: Mountainbiker (39) prallt gegen Baum und stirbt

Die Bergwacht wurde am Freitag zu einem tragischen Unfall am Schliersberg gerufen.
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Die Bergwacht wurde am Freitag zu einem tragischen Unfall am Schliersberg gerufen.

Schliersee – Ein tragischer Unfall ist am Freitag am Schliersberg passiert: Ein 39-jähriger Mountainbiker prallte gegen einen Baum und starb.

Update, 11. Mai, 16.40 Uhr: Erneut schwerer Fahrradunfall

Am Sonntag (10. Mai) wurde der Polizeiinspektion Miesbach gegen 13.50 Uhr ein schwerer Mountainbike-Unfall im Gemeindebereich Schliersee mitgeteilt. Ein 29-jähriger Münchner war mit seinem Mountainbike am Schliersberg unterwegs, als er an einer Sprungschanze vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers zu Sturz kam. Der Radfahrer zog sich infolge des Sturzes zum Teil schwere Verletzungen zu.

Im Anschluss an die Erstversorgung durch Rettungskräfte der Bergwacht Schliersee inklusive Bergwachtnotarzt wurde der Verletzte mittels Rettungshubschrauber in ein Münchner Klinikum gebracht. Am Fahrrad entstand kein relevanter Sachschaden. Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Miesbach.

Vorbericht

Der 1. Mai war auch für die Schlierseer Bergwacht ein Tag der Arbeit. Bei einem Einsatz konnten sie aber nicht mehr helfen: Ein Mountainbiker verstarb noch am Unfallort. Den 39-Jährigen – laut Polizei ein Schlierseer – fand ein ortsansässiger Arzt, der am Nachmittag einen Berglauf auf den Schliersberg unternahm. Er entdeckte kurz unterhalb des Gipfels den regungslos am Boden liegenden Biker. Der Mediziner begann unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen und unterbrach diese nur kurz für einen Notruf. Schlierseer Bergretter, ein Bergwachtnotarzt und ein Rettungshubschrauber machten sich auf den Weg.

"Der genaue Unfallort wurde durch eine Handyortung ermittelt, da das Funknetz an dieser Stelle schwach war und der Melder seine Reanimationsmaßnahmen nicht nochmals unterbrechen wollte", berichtet die Bergwacht. Doch jede Hilfe kam zu spät. Der Bergwachtnotarzt konnte nur noch den Tod des 39-Jährigen feststellen.

"Der Mountainbiker, der über eine vollständige Schutzausrüstung und ein professionelles Gefährt verfügte, war offenbar mit einem so hohen Tempo gegen einen Baum geprallt, dass er schwerste multiple Verletzungen erlitt", teilt die Bergwacht mit. Ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht Bayern übernahm umgehend die Betreuung des Melders und der Angehörigen. Auch die Polizei nahm entsprechende Ermittlungen auf.

Bereits gegen 13 Uhr war die Schlierseer Bergwacht nach Neuhaus gerufen worden. Eine 42-Jährige aus dem Landkreis hatte nach Wochen der Ausgangsbeschränkung bei schönem Wetter das erste Mal eine kleine Wanderung zu den Josefstaler Wasserfällen unternommen. Beim Abstieg von der Stockeralm nach Neuhaus stürzte sie unglücklich und verletzte sich so schwer am Bein, dass sie aus eigenen Kräften nicht mehr ins Tal gehen konnte. Vier Bergretter versorgten die Frau und brachten sie nach Neuhaus. Dort wurde sie vom Straßenrettungsdienst übernommen und mit dem Verdacht auf eine Fraktur des Sprunggelenks oder des Unterschenkels ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Bergwacht erklärt darüber hinaus, dass in den vergangenen Wochen der Ausflugsverkehr und damit auch das Einsatzgeschehen der Bergwacht sehr gering gewesen seien. ft

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