Im Gemeinderat vorgestellt

Diesen neuen Verein gibt es fortan in Schliersee

Freuen sich auf die geplanten Projekte im Rahmen ihres neuen Vereins „Schliersee liest“: (v.l.) Vorsitzender Christoph Seidenfus, Büchereileiterin Gabriele Dressel, Schatzmeisterin Beatrix Seidenfus, Patrick Edler von Hoessle (Bücheroase), Sabine Adolph (Michaelsbund der Erzdiözese), Grafikerin Renate Holzmeier und Mathias Schrön (Leiter der Gäste-Info).
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Freuen sich auf die geplanten Projekte im Rahmen ihres neuen Vereins „Schliersee liest“: (v.l.) Vorsitzender Christoph Seidenfus, Büchereileiterin Gabriele Dressel, Schatzmeisterin Beatrix Seidenfus, Patrick Edler von Hoessle (Bücheroase), Sabine Adolph (Michaelsbund der Erzdiözese), Grafikerin Renate Holzmeier und Mathias Schrön (Leiter der Gäste-Info).

Schliersee – "Schliersee liest" heißt der neue Verein, den Initiator Christoph Seidenfus jüngst im Gemeinderat vorgestellt hat.

Das Lesen zu fördern, ist das Ziel des frisch gegründeten Vereins „Schliersee liest“. Der Vorsitzende Christoph Seidenfus stellte das Projekt in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates vor. „Unsere Kinder und Jugendlichen können meist besser wischen als blättern“, sagte Seidenfus und erinnerte gleichzeitig daran, dass Büchereien meist ums Überleben kämpfen. Ideen, das Lesen zu fördern, hat die gemischte Gruppe rund um Seidenfus viele.

Los geht es bereits im Januar mit dem Maibaumlesen. Ziel dabei ist, mit von Schlierseer Kindern und Jugendlichen gelesenen Büchern die Höhe des Schlierseer Maibaums zu erreichen. So müssen die Bücher aufeinandergestapelt 26 Meter erreichen. Partner dieses ersten Projekts ist die Gemeindebücherei mit Leiterin Gabi Dressel, zudem Gründungsmitglied von „Schliersee liest“.

Unter das Schlagwort „Zuhören“ fallen für Seidenfus Lesungen von Autoren. Aber auch normale Bürger sollen hier integriert werden und etwa bei einem literarischen Brunch erzählen, was für sie das Lesen bedeutet. Mit Gemeinderat Gerhard Waas ist ein Waldlesen im neuen Waldkindergarten geplant. Aber auch selbst schreiben und kreativ werden sollen die Schlierseer Kinder. So steht eine Haiku-Schreibwerkstatt auf dem Programm. Ein Haiku ist ein dreizeiliges Kurzgedicht, traditionell aus Japan, das sich oft mit der Natur beschäftigt. Die entstandenen kurzen Werke sollen dann im Kurpark in die Bäume gehängt, für alle sichtbar und erlebbar gemacht werden. Auch eine Ausstellung über Schlierseer Bücher und Autoren ist geplant.

„Jung liest alt vor“ ist für Seidenfus ein wichtiger Teil des Projekts. „Das könnte fester Bestandteil des Unterrichts und notenrelevant werden“, sagte er. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer freut sich über diesen Impuls und das Engagement des Vereins. „Das ist ein wirklich spannendes Format“, sagte er. Auch der Schlierseer Gemeinderat war begeistert. jw

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