Bergwacht Schliersee im Einsatz

Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab

Der Bergwacht Schliersee und die Polizei sind am Sonntag im Einsatz gewesen, weil ein 61-Jähriger am Grat der Brecherspitz abgestürzt ist.
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Der Bergwacht Schliersee und die Polizei sind am Sonntag im Einsatz gewesen, weil ein 61-Jähriger am Grat der Brecherspitz abgestürzt ist.

Schliersee – Am Sonntag ereignete sich nahe dem Spitzingsee ein tragischer Bergunfall. Ein Mann (61) verlor dabei sein Leben.

Update, 16.25 Uhr: Bergwacht meldet sich zu Wort

"Der Brecherspitz-Westgrat hat letztlich nur eine ausgesetzte Stelle", teilt die Bergwacht Schliersee mit. "Jedoch sind dort in den vergangenen Jahren bereits fünf Menschen abgestürzt und tödlich verletzt worden."

Am Sonntag (10. Mai) war eine Münchner Familie gegen 17.30 Uhr beim Abstieg vom Hauptgipfel. Es herrschten keine extremen Wetter- und Wegverhältnisse. Dennoch stolperte der 61-jährige Familienvater genau an der Schlüsselstelle und stürzte vor den Augen seiner Familie rund 100 Meter tief über steiles Schrofengelände in Richtung Spitzingsee.

Obwohl der Einsatzleiter der Bergwacht Schliersee während der telefonischen Alarmierung darauf bestand, dass alle auf dem Grat bleiben sollten, stieg die Tochter des Verunglückten durch das weglose Steilgelände zu ihrem Vater ab und versuchte, ihn zu reanimieren. Kurz darauf trafen die Bergwacht-Notfallsanitäter mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 1" an der Absturzstelle ein. Allerdings konnte auch der Notarzt nichts mehr für den 61-Jährigen tun.

Die traumatisierte Tochter wurde von einem Bergwachtler mit einem Rettungssitz am Hubschrauberseil ins Tal geflogen. Die anderen Beteiligten wurden vom Krisen-Interventionsdienst der Bergwacht Bayern betreut. Die alpine Einsatzgruppe der Polizei sowie der Polizeihubschrauber "Edelweiß 8" übernahmen wieder die Bergung und den Abtransport des Verstorbenen.

"Seit 2013 sind praktisch an der gleichen Stelle 3 Bergwanderer tödlich abgestürzt", erklärt die Bergwacht Schliersee. Zuletzt am 27. August 2019: Ein 39-Jähriger aus Irschenberg ist auf dem Weg vom Gipfel zurück zur Oberen Firstalm etwa 200 Meter tief abgestürzt. „Wir wurden von anderen Wanderern alarmiert, die wohl eindeutige Geräusche gehört haben“, berichtet Lorenz Haberle, der stellvertretende Leiter der Bergwacht Schliersee. Für den Irschenberger kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.

Vorbericht

Am Sonntag (10. Mai) gegen 17.30 Uhr kam es im Bereich des Westgrates der Brecherspitze in der Nähe des Spitzingsees zu einem tragischen Unfall bei dem ein 61-Jähriger ums Leben kam.

Der Mann befand sich mit seiner Familie im Abstieg vom Gipfel der Brecherspitze zur Oberen Firstalm als er aus bislang unbekannter Ursache plötzlich den Halt verlor und zirka 100 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände abstürzte.

"Die herbeigerufene Bergwacht Schliersee, welche mit 14 Mann im Einsatz war, konnte dem Verunglückten leider nicht mehr helfen", berichtet die Polizeiinspektion Miesbach. "Dieser verstarb noch an der Unfallstelle."

Die Bergung des Leichnams mittels Hubschrauber erfolgte durch die Bergwacht Schliersee in Zusammenarbeit mit zwei Polizeibergführern der alpinen Einsatzgruppe Rosenheim des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, welche auch die Ermittlungen zum Unfallhergang aufnahmen. ksl

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