Frust über Falschparker

Schliersee von Verkehr überlastet / Marktgemeinde sucht Lösungen mit Fachbüro

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Am Park-Hotspot an der Carl-Schwarz-Straße in Schliersee helfen bei schönem Wetter auch Verbotsschilder nichts gegen die Falschparker.

Schliersee – Das Thema Parken ist in Schliersee aktueller denn je: In der Schlierseer Facebook-Gruppe wird es regelmäßig und intensiv diskutiert, aber auch der Marktgemeinderat hatte das Thema auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung.

Schliersee wird durch Tagestouristen und den damit verbundenen Verkehr sehr belastet. Eins stellte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ehrlicherweise gleich am Anfang der Diskussion fest: „Eine schnelle Lösung haben wir nicht.“ Mit der Nähe zu München sei das laut Schnitzenbaumer der Fluch der schönen Landschaft. Als sehr großes Problem sieht er den Parksuchverkehr, mangelnde Parkmöglichkeiten und auch die vielen Falschparker. Aus seiner Zeit als Polizist weiß der Bürgermeister, dass es nur drei Möglichkeiten gibt, dem entgegenzuwirken: Entweder man schafft es mit Erziehung, man verhindert das Falschparken mit technischen Hilfsmitteln, oder man bestraft.

Florian Guggenbichler (DS) würde auf Bestrafung setzen. „In der Stadt wissen sie auch alle, dass sie das nicht dürfen“, sagte er und forderte eine strengere Verkehrs­überwachung. Gerhard Waas (Grüne) würde das auch begrüßen. „Wenn wir das Erteilen von Bußgeldern verstärken, spricht sich das rum“, erklärte er. Michael Dürr (PWG) würde erst an einer geeigneten Stelle neue Parkplätze schaffen und den Verkehr besser leiten. „Die Gemeinde muss sich klar werden, wo die Leute parken sollen“, sagte er. Robert Mödl (DS) möchte keine neuen Parkplätze in Schliersee. Er plädiert für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. „Je mehr Parkplätze es gibt, desto mehr Leute kommen“, sagte er. Florian Guggenbichler (DS) stimmte ihm zu und möchte auf eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität setzen – durch weniger Masse.

Ein besonderer Hotspot zum Parken an Schönwetterwochenenden ist die Carl-Schwarz-Straße – nicht zuletzt wegen ihrer Nähe zum Strandbad. Eine Kombination aus Anwohnerparkbereichen und einer Ausweisung von Rettungswegen mit der Möglichkeit, auch Abschleppen lassen zu können, könnte dort eine mögliche Lösung sein. Die Marktgemeinde Schliersee wurde einstimmig beauftragt, einen Fachplaner zu beauftragen, der Lösungen für die Parkprobleme ausarbeiten soll.

Einen Antrag auf eine Bimmelbahn, die mit etwa 20 Kilometern pro Stunde um den See fahren soll, lehnte der Marktgemeinderat einstimmig ab. Die Furcht ist zu groß, dass diese Bahn den ohnehin oft stockenden Verkehr zusätzlich belasten könnte.jw

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