Feuer in der Nähe der Kümpfl-Alm - mit Bildergalerie

Waldbrand am Spitzingsee: 100 Kräfte zwei Tage und eine Nacht im Einsatz

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Großeinsatz im Spitzingseegebiet: Am Wochenende sind etwa anderthalb Hektar Bergwald in Brand geraten.

Spitzingsee - Großeinsatz für die Feuerwehren rund um den Spitzingsee: Im Umfeld des beliebten Wandergebiets ist am Wochenende ein Waldbrand ausgebrochen.

Ein Waldbrand hat am vergangenen Wochenende etwa anderthalb Hektar Bergwald in der Nähe der Kümpfl-Alm zwischen Rotwand und Maroldschneid im Spitzingseegebiet zerstört. Etwa 100 Einsatzkräfte kämpften zwei Tage und eine Nacht vom Boden und aus der Luft gegen den Waldbrand, teilt das Landratsamt Miesbach mit. Nachlöscharbeiten liefen bis Sonntagnachmittag (27. Oktober). Gegen 16.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte vorerst abrücken.

Der Rauch wurde am frühen Samstagnachmittag (26. Oktober) über der Rotwand von Wanderern entdeckt. Das Feuer breitete sich hangaufwärts an einem sonnigen, schwer zugänglichen Steilhang oberhalb einer Almlichte aus. „Das Feuer fraß sich quasi den Berg hoch“, erklärt Einsatzleiter Christian Probst.

Waldbrand am Spitzingsee

Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA/Florian Wienboeker
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA
Waldbrand am Spitzingsee
Waldbrand am Spitzingsee © LRA

Der Kreisbrandmeister koordinierte die Einsatzkräfte der Feuerwehren Bayrischzell, Schliersee, Fischbachau, Hausham, Miesbach, Waakirchen und Gmund sowie der Bergwachten Hausham, Schliersee und Bayrischzell, des Ortsverbandes Miesbach vom Technischen Hilfswerks (THW), der Wasserwacht und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Außerdem waren Beamte der Polizeiinspektion Miesbach, die Unterstützungsgruppe des örtlichen Einsatzleiters, die Landkreis-Feuerwehrführung und die Führungsgruppe Katastrophenschutz vor Ort.

Zusätzlich zu den Einsatzkräften am Boden warf ein Hubschrauber der Landespolizei kontinuierlich Löschwasser aus den nahegelegenen Gewässern, dem Soin- und dem Spitzingsee, über dem Brandherd ab. Ein weiterer Hubschrauber der Landespolizei mit Wärmebildkamera und eine Drohne der Bergwacht Hausham überwachten die Glutnester aus der Luft. Ohne die Unterstützung aus der Luft hätten die Einsatzkräfte am Boden trotz größten körperlichen Einsatzes im steilen Berghang das Feuer nicht eindämmen können, teilt das Landratsamt mit.

Die Löscharbeiten wurden am Samstag mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt, um die freiwilligen Helfer nicht zu gefährden. Gegen Mitternacht musste die Feuerwehr Hausham, die vor Ort die Nachtwache stellte, schnell eingreifen: Ein Glutnest flammte auf. Der kurzfristige, beherzte Eingriff der Feuerwehrler verhinderte Schlimmeres. In den frühen Morgenstunden konnten die Löscharbeiten mit Bodentruppen und Hubschrauber fortgesetzt werden. Am Sonntagnachmittag liefen bis etwa 16.30 Uhr Nachlöscharbeiten.

„Ein Übergreifen auf den umliegenden Bergwald konnte verhindert werden“, berichtet Einsatzleiter Probst. Das habe oberste Priorität gehabt. „Es war für alle ein wahrer Kraftakt, der glücklicherweise glimpflich endete.“ ksl

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