Marktgemeinde ist spitze

In Schliersee wieder die meisten Gästeankünfte im Landkreis

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Events wie der Gartenzauber locken Besucher nach Schliersee. Die Gemeinderäte bekamen gute Tourismuszahlen zu hören.

Schliersee – Kuramtsleiter Mathias Schrön präsentierte dem Schlierseer Marktgemeinderat in dessen jüngster Sitzung einen Sachstandbericht zum Tourismus. Schrön sprach von Veranstaltungen rund um das zehnte Jubiläum der Vitalwelt, wie den Gartenzauber, die 24-Stunden-Trophy, die Luftmatratzen Weltmeisterschaft und die Ausstellung „Sport ohne Grenzen“ im vergangenen Jahr. Diese Veranstaltungen machen, laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer, Schliersee zu einem lebendigen Urlaubsort.

„Der Gast soll ein Erlebnis in Schliersee haben“, sagte er. Auch Highlights wie der Kulturherbst, der Almbauerntag, die Museumsweihnacht und das Wintersonnwendfeuer trugen 2018 zur Belebung Schliersees bei. Schrön freut sich über die Erfolge mit seiner digitalen Strategie. „Wir haben mit Facebook über zwei Millionen Menschen erreicht – das ist eine imposante Zahl“, berichtete er. Auch die Anzahl der Leser des Schlierseer Online Magazins konnte in 2018 mehr als verdoppelt werden. Glücklich ist der Kuramtsleiter über die 160.693 Gästeankünfte, die Schliersee weiterhin zum Spitzenreiter im Landkreis machen. Auch die „Schallmauer“ von 500.000 Übernachtungen konnte durchbrochen werden. „Wir haben die Gästeankünfte und Übernachtungen gesteigert, trotz rückläufiger Bettenzahlen“, sagte Schnitzenbaumer zufrieden.

Für Kuramtsleiter Schrön war 2018 ein gutes touristisches Jahr. „Die Vermarktung funktioniert“, sagte er. Weniger zufrieden zeigte sich Gemeinderätin Astrid Leitner (CSU), für die die Gewichtung des Sachstandsberichts zu stark auf die „digitale Welt“ fokussiert war. „Das ist schon wichtig, aber ich vermisse die Nachhaltigkeit“, sagte sie und ergänzte: „Wir möchten Urlauber, die länger bleiben.“ Auch Florian Guggenbichler (DS) findet es falsch, auf Events zu setzen, die hauptsächlich für Tagestouristen konzipiert sind. Auch ihm „fehlt die Nachhaltigkeit“. Guggenbichler würde gerne auf langfristige Dinge, wie beispielsweise einen Erlebnispfad oder Ausstellungen setzen. Für Florian Zeindl (CSU) wäre es wünschenswert, den Tagestourismus nicht mehr zu bewerben, aber zu steuern und zu optimieren. Robert Mödl (DS) wiederum konnte dem nicht zustimmen. „Unsere Gastronomie lebt vom Tagestourismus“, sagte er. Sich auf die Digitalisierung zu konzentrieren, findet er gut: „Digitalisierung ist unsere Zukunft“, sagte er und lobte die Arbeit der Gäste-Info. Gerhard Waas (Grüne) stimmte ihm zu: „Seit Jahren werden die Zahlen besser, das ist zu loben!“ jw

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