Gebürtige Miesbacherin erhält Kabarettpreis

Christine Eixenberger als Senkrechtstarterin ausgezeichnet

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Die gebürtige Miesbacherin Christine Eixenberger erhält den Bayerischen Kabarettpreis.

Schliersee/München - In Miesbach geboren und in Schliersee aufgewachsen, hat Kabarettistin Christine Eixenberger mittlerweile deutschlandweit die Bühnen für sich erobert.

Auch 2019 verleiht der Bayerische Rundfunk gemeinsam mit dem Münchner Lustspielhaus den Bayerischen Kabarettpreis in vier Kategorien. Die Preise gehen in diesem Jahr an Arnulf Rating, Alfons, Ringlstetter & Zinner sowie Christine Eixenberger, die in Miesbach geboren und in Schliersee aufgewachsen ist.

„So unterschiedlich Christine Eixenberger, Arnulf Rating, Alfons und Ringlstetter & Zinner als Bühnenpersönlichkeiten sind – sie sind alle großartig, weil sie das Ziel eint, ihr Publikum nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Denken anzuregen“, erklärt BR-Fernsehdirektor Reinhard Scolik die Entscheidung. „Ihre Werkzeuge beherrschen sie meisterhaft: Geist, Leidenschaft, Witz, Sprache, Mimik und Gestik. Allen Preisträgern meinen herzlichen Glückwunsch!“

Und Annette Siebenbürger, die den Programmbereich Unterhaltung und Heimat beim BR leitet, fügt hinzu: „Sie sind der Stachel im Fleisch, ohne den es sich viele zu gemütlich machen würden, sie legen Finger in Wunden, ohne zurückzuschrecken, und strapazieren dabei ordentlich die Lachmuskeln des Publikums: Ohne Kabarettisten wäre Bayern um einiges ärmer. Der Bayerische Kabarettpreis, der 1999 zum ersten Mal vergeben wurde, zeichnet seitdem jedes Jahr die Besten der Besten aus. Für den Bayerischen Rundfunk ist es Ehre und Freude gleichermaßen, solch herausragende Bühnenpersönlichkeiten zu feiern.“

Die gebürtige Miesbacherin Christine Eixenberger erhält in diesem Jahr den Senkrechtstarter-Preis. „Jung, strahlend, frech – und dabei sehr bayerisch. Von Christine Eixenbergers gutem Aussehen sollte man sich nicht täuschen lassen und meinen, bei ihr gehe es um Oberflächlichkeiten“, heißt es in der Begründung des BR. „In drei Soloprogrammen hat die studierte Grundschullehrerin bereits bewiesen, dass sie ebenso hemmungs- wie schonungslos austeilen und bürgerliche Befindlichkeiten aufdecken kann.“

Zu ihrem Preis sagt die 32-Jährige: „Der Senkrechtstarter. Ein dreidimensionaler Fleißsticker quasi. Für die Grundschullehrerin in mir kommt das einer Verbeamtung gleich. Pure Freude, danke!“ Die Laudatio auf die Frau aus dem Oberland hält Wolfgang Krebs. Der Kabarettist und Schauspieler moderierte 31 Folgen lang mit Eixenberger „Habe die Ehre“ im BR-Fernsehen, und natürlich ist es ihm ebenso eine Ehre, die junge Kollegin für den Senkrechtstarter-Preis zu laudatieren. Ob der begnadete Politiker-Imitator als er selbst auftritt oder doch in die Rolle eines von ihm häufig parodierten Politikers – wie Stoiber, Seehofer, Aiwanger oder Söder – schlüpft? Es bleibt spannend.

Die Preisverleihung findet am Montag, 28. Oktober, im Münchner Lustspielhaus statt und wird am Donnerstag, 31. Oktober, um 21 Uhr, im BR-Fernsehen ausgestrahlt. Urban Priol führt als Gastgeber durch den Abend. Dem gebürtigen Aschaffenburger wurde 2003 selbst der Bayerische Kabarettpreis verliehen.

Neben Christine Eixenberger erhalten 2019 Hannes Ringlstetter & Stefan Zinner den Musikpreis, Alfons den Hauptpreis und Arnulf Rating den Ehrenpreis. Die Laudatoren sind neben Wolfgang Krebs in diesem Jahr Georg Schramm, Frank-Markus Barwasser und Sebastian Bezzel. Die Sendung ist nach der Ausstrahlung für ein Jahr in der BR-Mediathek zu sehen.

Der Bayerische Rundfunk und das Münchner Lustspielhaus bieten mit der Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises namhaften Künstlern eine Bühne und jungen Talenten ein Sprungbrett. Seit 1999 wird der Preis jährlich in vier Kategorien an Künstler aus dem deutschsprachigen Raum verliehen. Er würdigt scharfsinniges Kabarett als unentbehrlicher Spiegel unserer Gesellschaft und des aktuellen Zeitgeschehens, erklären die Veranstalter. ksl

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