Projekt im Gemeinderat vorgestellt

Supermarkt statt Kurpark? Wo in Neuhaus künftig eingekauft werden soll

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Ein Supermarkt im alten Kurpark – ist das die Lösung für die Nahversorgung in Neuhaus?

Schliersee/Neuhaus – In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in Schliersee stellte Gemeinderat Michael Dürr (PWG) einen Antrag darauf, die Nahversorgung in Neuhaus zu sichern. Eine Idee, wie man das umsetzen könnte, hatte er auch direkt dabei.

Die Nahversorgung in Neuhaus ist ein Thema, das die Gemeinde seit vielen Jahren beschäftigt – im Grunde seit der Tengelmann-Markt 2011 geschlossen wurde. Ein geeignetes Grundstück, aber auch ein möglicher Supermarkt oder Investor wurden bisher nicht gefunden. „Die Bürger wünschen sich das und es würde sich auch positiv auf den Verkehr auswirken“, startete Michael Dürr, als er sein Projekt vorstellte.

Er versprach, dass mit seiner Hilfe innerhalb eines Jahres auf einem Grundstück der Gemeinde zentral an der Bundesstraße ein Supermarkt gebaut werden könnte: im alten Kurpark in Neuhaus an der Ecke Neuhauser/Dürnbachstraße. „Einen Grünzug und einen Ort der Begegnung können wir ja erhalten“, sagte Dürr. Über dem Supermarkt könnte bezahlbarer Wohnraum etwa für Kindergärtnerinnen oder Gemeindemitarbeiter entstehen.

Sofort wurden im Gemeinderat Stimmen laut, die daran zweifelten, dass das Projekt so umgesetzt werden kann, da das Grundstück mit etwa 2250 Quadratmetern nicht groß genug sei. Daran waren die Verhandlungen laut Johanna Wunderle (CSU) in der Vergangenheit oft gescheitert. Gerhard Waas (Grüne) findet die Idee an sich toll, aber er möchte das gemeindliche Grundstück keinesfalls verkaufen. Robert Mödl findet es wichtig, vorher abzuklären, ob die Bürger nicht zu sehr an dem alten Kurpark hängen, um dort einen Supermarkt hinzubauen. Der Zweifel an einem bereits vorhandenen Investor, den Dürr versicherte bereits zu haben, war in fast allen Gesichtern zu sehen. „Bringen Sie uns den Betreiber an den Tisch“, forderte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer.

Die Abstimmung wurde daher verschoben und Ratsmitglied Michael Dürr beauftragt, den Investor zur nächsten Marktgemeinderatssitzung einzuladen und seine Pläne nicht-öffentlich vorzustellen. Die Meinungen der Bürger gehen indes auseinander: Während Besucher des Kurparks vor Ort es für eine „verrückte Idee“ halten, findet man in der Schlierseer Facebook-Gruppe einige Unterstützer des Vorhabens. jw

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