Hilfe für Reh, Hirsch und Co.

Schneemassen bereiten auch dem Wild Probleme / Appell des Tierschutzvereins

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Im tief verschneiten Bergwald finden Wildtiere kaum Nahrung und kämpfen ums Überleben. Rücksicht und Hilfe durch Menschen sind nötig.

Rottach-Egern/Landkreis – Die heftigen Schneefälle der vergangenen Wochen haben dem Landkreis einen Ausnahmezustand beschert. Doch nicht nur Bürger kamen in Schwierigkeiten. Der Winter ist für Wildtiere ohnehin eine schwere Zeit – und bei riesigen Schneemassen wird die kalte Jahreszeit umso mehr zum Kampf ums Überleben. Darauf weist der Tierschutzverein Tegernseer Tal. Die Vorsitzende, Johanna Ecker-Schotte, appelliert, Wildtieren zu helfen.

„Der Wintereinbruch zum Jahresanfang hat nicht nur uns Menschen in teilweise lebensgefährliche Situationen gebracht“, teilt Ecker-Schotte mit. Das heimische Wild erlebe eine „absolute Notzeit“ und sei „dringend auf Unterstützung und Rücksichtnahme des Menschen angewiesen“, erklärt sie. Der Tierschutzverein bittet die Bevölkerung, „Störungen jeglicher Art zu vermeiden“. Dazu gehört, Hunde im Gelände an der Leine zu lassen. Spaziergänger sollen auf den Wegen bleiben, Wintersportler „den knappen und kargen Lebensraum der Wildtiere“ nicht betreten. Wird nämlich Wild aufgescheucht, verbraucht es zusätzlich Energie – die es oft nicht hat. „Mit fehlender Rücksichtnahme nehmen wir billigend den Tod durch Erschöpfung in Kauf“, erklärt Ecker-Schotte und spricht von „einer großen Verantwortung für unsere heimischen Wildtiere“. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins macht zudem deutlich, dass einen natürliche Nahrungsaufnahme im Wald derzeit ausgeschlossen sei. Deshalb hofft sie „auf Anordnung von Notzeitfütterungen der zuständigen Behörde und aktive Umsetzung des Tierschutzes im Sinne von Hege- und Pflege durch die verantwortliche Jägerschaft“. Ecker-Schottes Fazit: „Wildvögel, Fuchs, Hase, Reh- und Rotwild brauchen uns.“ft

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