Praktisch und tagesaktuell

Schüler der Montessorischule Hausham präsentieren ihre „Großen Arbeiten“

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Bei der Präsentation der „Großen Arbeiten“ im Bürgersaal Hausham: (vorne v.l.) Eva Rasshofer, Vitus Bernöcker sowie (hinten v.l.) Ronja Hechfellner, Luca Hermann, Michael Müller, Louis Hanusch und Veit Rauffer.

Hausham – Mit einem Festakt feierten die Achtklässler der Montessori-Schule Hausham ihre „Großen Arbeiten“ jüngst im bestens gefüllten Bürgersaal.

„Ich wollte etwas großes und hohes bauen“ – mit entwaffnender Ehrlichkeit begründete Veit Rauffer bei seiner Präsentation vor versammelten Eltern, Schülern und Lehrkräften, warum er sich für den Bau einer Jagdkanzel entschieden hatte. Vom Schlagen der Fichten für das Grundgerüst, bis zum Errichten der viereinhalb Meter hohen Kanzel machte der Miesbacher allerhand selbst, um das größte Werkstück der diesjährigen Arbeiten an der Schule zu erschaffen.

Die Anfertigung eines Werkstücks im Rahmen einer frei gewählten Projektarbeit ist der Bestandteil der „Großen Arbeit“ und ein Meilenstein in der Montessori-Sekundarstufe. Dazu gehören auch eine schriftliche Ausarbeitung, eine öffentliche Präsentation sowie die Gestaltung eines Stands zur Präsentation der Arbeit.

Zwei Schülerinnen interpretierten die praktische Arbeit freier und schufen statt Werkstücken Projekte. Ronja Hechfellner plante eine Transalp mit dem Mountainbike und fuhr in acht Tagen vom Tegernsee an den Gardasee.

Luca Hermann griff sich gar ein politisches Thema und gründete einen Verein für Tierrechte und richtete zusammen mit ihrem Vater die Webseite change2care.de ein. Mit dieser möchte sie Tierrechte ganz praktisch verbessern, zum Beispiel durch die Vermittlung von Haustieren. Ein praktischer Beitrag zum Tierschutz – ebenfalls sehr aktuell – ist das Wildbienenhotel, das Michael Müller präsentierte, und mit dem man im eigenen Garten einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten kann. Auch Eva Rasshofer beschäftigte sich mit einem Umweltthema. Unter dem Stichwort Upcycling wertete sie alte Holzpaletten zu einem hochwertigen Kräutertisch auf und mahnte in ihrer Präsentation an, verantwortungsvoller mit den Ressourcen umzugehen.

Louis Hanusch ließ sich hingegen von der Technik inspirieren, baute und programmierte einen Legoroboter. Auch Vitus Bernöcker ging praktisch vor und baute eine Hängebrücke im Garten seiner Eltern.

Das Publikum war von der gebotenen Bandbreite an Themen begeistert, aber auch von der Art, wie sich die Jugendlichen auf der großen Bühne präsentierten: Wie sie die Nervosität besiegten, frei und mit Herzblut über ihre Themen sprachen.

Die betreuende Lehrerin Leonie Gödrich sagte abschließend: „Wir sehen immer wieder, wie sehr die Schüler an den großen Arbeiten wachsen, das können die Schüler, die letztes Jahr ihre Arbeiten präsentierten, sicher bestätigen.“ Im Schulhaus konnten sich die Besucher an den Ständen der Schüler dann noch weiter über Hintergründe und Details der Arbeiten informieren. gb

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