Von der Schulbank an den Arbeitsplatz

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FRIDOLIN THANNER, Miesbach – Von A wie Afrikanisches Trommeln bis Z wie Zeitmanagement reicht das Kursangebot der Volkshochschulen (vhs) im Landkreis Miesbach. Das gesamte Semesterprogramm ist im neuen Katalog zu finden, den die vhs-Leiter des Landkreises vergangene Woche in Miesbach vorstellten. Ein großes Paket haben die Verantwortlichen diesmal insbesondere für Frauen geschnürt, die wieder zurück ins Arbeitsleben wollen, erklärte Anna Maria Stark. „Der Wiedereinstieg in den Beruf ist der Semesterschwerpunkt“, sagte die vhs-Kreisvorsitzende. Viele Frauen „wollen, sollen oder müssen“ wieder arbeiten, weiß sie. Allerdings, erklärte Stark, kehren von zwei Dritteln nur rund 40 Prozent an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Deshalb wolle der vhs-Kreisverband von Februar bis Juli dieses Jahres ein breites Spektrum qualifizierter Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Es beinhaltet verschiedene Sprach- und EDV-Kurse ebenso wie etwa eine Schulung zur optimalen Büroorganisation. Und am Samstag, 6. März, lädt der Kreisverband in Kooperation mit der Arbeitsagentur zu einem großen Informationstag „Wiedereinstieg“ in die vhs Holzkirchen-Otterfing ein. Die hat – wie alle anderen vhs im Landkreis – neben dem gemeinsamen Schwerpunkt auch ein eigenes Hauptthema. Es liegt ebenfalls im Bereich Berufsleben. Insbesondere für Freiberufler, Existenzgründer und Selbstständige gibt es Schulungen. Das Angebot bietet für sie alles Wichtige, „mit wenig Geld- und Zeitaufwand“, wie Gerhard Arndt erklärte. Die vhs Gmund-Dürnbach möchte die Medienkompetenz fördern. Mit einem Infoabend und einem weiterführenden Kurs möchte Eugenie Lückerath mit ihrem Team Eltern und Erziehende für die neue Medienwelt der Kinder und Jugendlichen fit machen. In Waakirchen wird das Thema „Sucht“ in den Fokus gerückt. Bei einem Informationstag am Donnerstag, 28. Januar, werden die verschiedenen Abhängigkeitsformen – von illegalen und legalen Drogen ebenso wie von Computer – beleuchtet. Die Kultur, insbesondere Literatur und Musik, geben in Schliersee den Ton an. Ein Bücher-Buffet steht ebenso auf dem Programm wie ein Frühlingskonzert unter dem Motto „Musikalische Reise durch Österreich“. Die Rhythmik ist in der vhs Hausham zentraler Punkt, etwa beim Didgeridoo-Workshop. Außerdem, erklärte Rudolf Geidner, soll die Kompetenz im Tourismus steigen. Deshalb bietet sein Team etwa ein Seminar für erfolgreiche Gästekorrespondenz und eine Fortbildung über richtiges und kostensparendes „Putzen im Gästehaus und in der Pension“ an. Ein für viele sehr interessantes Thema beleuchtet die vhs Bad Wiessee: die eigene Steuererklärung. Auf speziellere Interessen zielt die vhs Bayrischzell ab. Hier kann man lernen, richtig mit einer Sense zu mähen. Außerdem entsteht eine Verbindung zwischen Qi Gong und Langlauf. „Ziele setzen – Ziele erreichen“ heißt es bei der Volkshochschule Tegernsee/ Rottach-Egern/Gmund. Die Verantwortlichen wollen Wege zeigen, wie private und berufliche Umbrüche zu bewältigen sind. Eine Orientierungshilfe bietet etwa der Workshop „Abitur – und dann?“ Hilfreich ist sicherlich auch das Training „Im Bewerbungsgespräch überzeugen“. Neben dem studium generale bietet die vhs Miesbach auch ein studium regionale und beleuchtet Kultur und Brauchtum im Landkreis Miesbach – etwa bei einem geschichtlichen Streifzug durch die Region. Außerdem sollen die kulinarischen Besonderheiten des Oberlands nicht in Vergessenheit geraten. So gibt es einen Kochkurs für bayerische Schmankerl. Und wie man selber ein Dirndl näht, auch dafür gibt es fachkundige Anleitung. Das gesamte Semesterprogramm ist auch im Internet unter www.vhs-kreisverband-miesbach.de zu finden. Durch die Bildungsprämie der Bundesregierung kann der vhs-Kreisverband ab sofort auch eine attraktive Förderung für Geringverdiener anbieten. Die vhs Holzkirchen-Otterfing, die vhs Miesbach und die vhs Tegernsee/Rottach-Egern/Kreuth haben die Qualifizierung als Beratungsstelle erlangt. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, ist nämlich ein Gespräch der Weiterbildungswilligen vorgeschrieben. Es ist kostenlos, dafür winken Förderungen in Höhe von bis zu 500 Euro jährlich.

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