Sicher am Morgen

Haushamer Schulweghelfer suchen Verstärkung

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Mit Warnweste und Leuchtkelle sind die Schulweghelfer besser zu sehen als die Kinder. Sie halten bei Bedarf die Straße frei.

Hausham – Der Herbst hat mit seinem raschelnden, bunten Laub, goldenen Sonnentagen und Festen viele schöne Seiten. Die kürzer werdenden Tage gehören für die meisten nicht dazu. Besonders für Kinder kann die Dunkelheit im morgendlichen Verkehr sogar gefährlich werden. Schulweghelfer sorgen deshalb an Schlüsselstellen für mehr Sicherheit für die Kinder. An der Grund- und Mittelschule Hausham jedoch sind diese wichtigen Helfer rar geworden. Schade, findet Iris Verbout. Die Mutter zweier Kinder engagiert sich seit drei Jahren als Schulweghelferin in Hausham.

An drei wichtigen Stellen postieren sich die Haushamer Schulweghelfer klassischerweise: An der Tegernseer Straße auf Höhe des ehemaligen Netto, an der Kreuzung mit der Erlmoosstraße sowie auf dem Agatharieder Weg am Zebrastreifen zwischen der Schule und der Argulakirche. „Das ist der Hauptschulweg der meisten Kinder“, sagt Iris Verbout. Schwierig wurde die Lage, als vor kurzem die langjährige Organisatorin der Haushamer Schulweghelfer aufgehört hat und ein Teil des Teams mit ihr ging. Meist engagieren sich die Eltern der Kinder selbst, gehen diese dann aber auf eine andere Schule, hören oftmals auch die Eltern mit ihrem Dienst auf. Verbout ist dem Team in der Zeit beigetreten, als ihre Tochter in die Schule kam. Verbouts Sohn bestritt da bereits seit drei Jahren seinen Schulweg – gut behütet von den Helfern am Straßenrand. „Ich sehe das als Geben und Nehmen in der Dorfgemeinschaft“, sagt Verbout. „Schließlich haben sie auch auf meinen Sohn aufgepasst. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass da noch jemand steht.“ Die Gruppe hat bereits mittels Rundschreiben an der Schule versucht, mögliche Interessenten auf sich aufmerksam zu machen, bislang war das aber noch nicht von großem Erfolg gekrönt. Deshalb suchen die Helfer nun auch außerhalb der Schulfamilie. Interessant könne diese wichtige Aufgabe zum Beispiel für rüstige Rentner sein, findet Verbout.

Alle zwei Wochen steht für etwa eine halbe Stunde der Dienst an. Bevor die Helfer jedoch zum ersten Mal ehrenamtlich mit Warnweste und Haltekelle für die Kinder auf die Straße treten, gibt‘s eine Einweisung durch die Polizei. Die Helfer sind während ihres Dienstes versichert, „sollte etwas passieren, wird man nicht in die Haftung genommen“, erklärt Verbout. Bisher sei es aber noch zu keinem Unfall gekommen. „Ich bleibe auf der Straße stehen, bis das letzte Kind auf dem Weg ist.“ Neben dem guten Gefühl, dass die Kinder sicher zur Schule kommen, freut sich Verbout auch über ein „Guten Morgen“ oder ein „Danke“ der Kinder. „Jeder grüßt zurück. Manche grüßen auch schon von sich aus, selbst die, die morgens noch muffelig sind“, scherzt Verbout. Spannend sei auch, dass die Schulweghelfer die Kinder mit der Zeit aufwachsen sehen können. „Mir macht es einfach Spaß“, fasst die Helferin zusammen.“

Wer sich dem Team gern anschließen möchte, bekommt weitere Informationen bei Organisatorin Birgit Gasteiger unter Telefon 0157/51989621 und im Sekretariat der Schule unter Telefon 08026/394590.she

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