Siebte Kristallkugel in Folge

Natalie Geisenberger: Nach WM- und EM-Titel auch Sieg im Gesamtweltcup

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Natalie Geisenberger freut sich über ihre siebte Kristallkugel für den Gesamtweltcup.

Miesbach – Natalie Geisenbergers Karriere ist seit Jahren eine Sammlung von Erfolgen und Rekorden. Und sie wächst weiter: Denn die Rennrodlerin hat auch in diesem Winter sämtliche wichtigen Titel gewonnen. Am vergangenen Wochenende hat sie sich mit einem Sieg in Sotschi (Russland) zum siebten Mal in Folge die Kristallkugel für den Gesamtweltcup geschnappt.

Im Sliding Center Sanki ließ die 31-jährige Miesbacherin nichts anbrennen. Sie hatte bereits vor der letzten Station dieser Saison in der Weltcupgesamtwertung deutlich in Führung gelegen. Und Geisenberger baute sie aus. Zweimal rauschte sie mit Laufbestzeit durch den Eiskanal, sicherte sich somit – vor der Russin Viktoriia Demchenko und Teamkollegin Dajana Eitberger – den sechsten Weltcupsieg des Winters und die siebte Kristallkugel in Folge. „Ziemlich geil“, kommentierte Geisenberger den Erfolg. Im Sommer habe sie überhaupt nicht damit gerechnet, umso mehr freut sie sich nun, dass sie den Europa- und den Weltmeistertitel sowie den Gesamtweltcup gewonnen hat. „Dass das alles wieder so aufgegangen ist dieses Jahr, macht mich schon auch ein bisschen stolz und natürlich auch sehr, sehr glücklich“, sagte die Miesbacherin. Dass sie zum Saisonabschluss am Tag danach nicht ganz oben auf dem Stockerl stand, wird sie angesichts ihrer Erfolgsbilanz nicht groß ärgern. Im Sprint war Demchenko Schnellste, Eitberger und Geisenberger mussten sich mit den Plätzen zwei und drei zufriedengeben.

Nicht mehr für einen Platz auf dem Siegerpodest hat es für Tatjana Hüfner gereicht. Die von Geisenberger als beste Rennrodlerin abgelöste Athletin hat in Sotschi ihre beeindruckende Karriere mit zwei siebten Plätzen beendet. Hüfner hat alle drei möglichen Olympiamedaillen gewonnen, acht WM-Goldmedaillen liegen in ihrem Trophäenschrank, fünfmal in Folge gewann sie den Gesamt-Weltcup. Lange lieferte sie sich spannende Duelle mit

Geisenberger und war ärgste Konkurrentin der Miesbacherin. Mit 35 Jahren macht sie nun Schluss im Rennrodel-Weltcup. Die Konkurrenz aus dem eigenen Lager wird für Geisenberger aber groß bleiben. Denn Julia Taubitz, die es in Sotschi nicht aufs Stockerl schaffte, hat gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. Sie belegt Platz zwei im Gesamtweltcup.

Zu rechnen ist auch noch mit weiteren Erfolgen von „Nat“ Geisenberger. Denn wie der Bob- und Schlittenverband für Deutschland in seiner Mitteilung zu ihrem Gesamtweltcupsieg schreibt, wird die Miesbacherin „noch sicher bis Olympia 2022 in Peking weitermachen“. ft

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