Ein verrücktes Jahr

2021 naht: Corona-Pandemie krempelt den Alltag 2020 völlig um

Silvester 2020
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Das Jahr 2020 wurde von der Corona-Pandemie geprägt. Wie geht es nun 2021 weiter?

Landkreis – Nach den Weihnachtstagen folgt mit Silvester der Höhepunkt für 2020. Das Jahr wurde von der Corona-Pandemie geprägt. Was kommt nun 2021?

Die Sekunden bis Neujahr zählen, auf einem Aussichtspunkt das Silvesterfeuerwerk bestaunen und mit einem Glas Sekt das neue Jahr begrüßen... So wird es diesmal nicht laufen. Dank der Ausgangssperre in Bayern ist ab 21 Uhr Schluss mit lustig. Die eigene Wohnstätte darf dann nur noch aus ganz wenigen Gründen verlassen werden. Schuld ist das Coronavirus, das seit dem Frühjahr alles durcheinander bringt.

Insgeheim denkt mancher wohl „Was für ein Sch...jahr!“. Nachvollziehbar. Mehrfach Lockdown, mal leichter, mal härter, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkung, Homeschooling, kaum Urlaub zum Erholen und mehr – zahlreiche Regeln haben den Alltag 2020 vermiest. Vieles war anders, als wir es gewohnt sind. Es scheint wenig Positives über das Jahr 2020 zu sagen zu geben. Doch ist das wirklich so?

Patric Nohe vom BRK-Blutspendedienst spricht zum Beispiel die grandiose Solidarität in der Corona-Pandemie an. „Was da geleistet wurde von den Menschen, ist weit weg von selbstverständlich“, sagt er. Ohne die zahlreichen Blutspender, die dies freiwillig tun und ohne Gegenleistung, wäre es nicht gelungen, die Versorgung mit Blutkonserven während der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten, erklärt Patric Nohe.

Auch viele Erstspender habe es gegeben, die sich aus Solidarität dafür entschieden haben, ihr Blut zu geben, um anderen Menschen zu helfen. Ja, vielleicht sogar das Leben zu retten, denn, wer weiß, vielleicht ist es genau die eigene Blutspende, die den Ausschlag gibt. Das macht durchaus Mut, dass 2020 vielleicht doch nicht ganz so schlecht war, wie man zunächst denkt.

Oder nimmt man den Holzkirchner Zehner als Beispiel für die zahlreichen Initiativen, die es auch im Landkreis Miesbach gegeben hat und gibt. Viele haben to go gegessen, um Gastronomen vor Ort zu unterstützen. In fast allen Landkreiskommunen haben sich Gruppen gebildet, um für andere einkaufen zu gehen oder bei anderen Dingen zu helfen, wenn jemand zu einer der Risikogruppen zählt und dies nicht selbst erledigen kann. Ein tolles Signal des Zusammenhalts!

Mittlerweile gibt es einen Impfstoff gegen das Corona­virus. Läuft alles nach Plan, beginnt dieser Tage die Immunisierung. Ob sich der Impfstoff als das Allheilmittel erweist, als das er momentan angepriesen wird, muss sich nun zeigen. Aber nach all dem Positiven, was es doch über 2020 zu sagen gibt, sollten wir auch 2021 zuversichtlich angehen. Wenn uns das vergangene Jahr eines gelehrt hat, dann, dass es weitergehen kann, wenn wir nur zusammenhalten und uns gegenseitig unter die Arme greifen. ksl

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