Viele Helfer

So arbeiten Almwirtschaft und Naturschutz am Spitzing Hand in Hand

Arbeitseinsatz an Weißer Valeppalm im Spitzinggebiet
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Almbauern, Alpenverein, Gebietsbetreuung und Landschaftspflegeverband haben an der Weißen Valeppalm gemeinsam angepackt und große Bereiche von Buschwerk befreit.

Schliersee – Almbauern, Alpenverein, Gebietsbetreuung und Landschaftspflegeverband haben an der Weißen Valeppalm gemeinsam angepackt und große Bereiche von Buschwerk befreit.

Der Einsatz hat sich gelohnt. Große Bereiche der Weißen Valeppalm sind nun wieder frei von Büschen und kleinen Fichten. Gut 20 Helfer haben vor Kurzem angepackt und ließen sich auch von einer kalten Dusche von oben nicht bremsen.

Zwölf Mitglieder der DAV-Sektion München hatten sich bereit erklärt, bei der aufwendigen Entbuschung der Almweiden zu helfen. Die Organisation übernahmen der Gebietsbetreuer des Mangfallgebirges, Florian Bossert, und Mathias Fischer vom Landschaftspflegeverband Miesbach (LPV). Sie unterstützten die Familie Hagn aus Rottach-Egern beim Entbuschen der Alm.

Die Aktion kam durch den Kontakt zwischen dem Almbauern und dem Landschaftspflegeverband zustande. Bei einer gemeinsamen Begehung mit Bossert wurden die Probleme der Alm besprochen. Warum wachsen die Flächen zu? Wie könnte das Weidemanagement angepasst werden, damit das in Zukunft nicht mehr passiert? Welche Maßnahme ist erforderlich? Welche ökologischen Ziele gibt es auf der Alm und welche Arten können durch die Aktion gefördert werden?

Dort wächst eine Reihe von Magerrasenpflanzen auf der Fläche, etwa Alpen-Thymian und Silberdistel. Auch seltene Falterarten vermuten der Gebietsbetreuer und der LPV dort. Bei der Besprechung wurde klar, dass das Entfernen der Büsche sowohl der Weide als auch der Artenvielfalt dient. Bossert nahm daraufhin Kontakt zum DAV auf und gewann interessierte Freiwillige für den Arbeitseinsatz.

Also packten Landwirte, Berg­sportler, Naturschützer und Landschaftspfleger gemeinsam an und entbuschten ein gutes Stück der Alm. „Ganz im Sinne des LPV, der auf Zusammenarbeit und Kooperation zum Erhalt der ökologischen Schätze in der Kulturlandschaft setzt“, wie Fischer erklärt. Er und Bossert sehen großes Potenzial in solchen Gemeinschaftsaktionen. Denn oft fehlt es an Arbeitskräften, um die nötige Weidepflege zu bewerkstelligen. In Zukunft wird Peter Hagn das Weidemanagement auf den bearbeiteten Flächen so anpassen, dass sie im normalen Betrieb offengehalten werden können. Unterstützen sollen dabei auch Schafe und gegebenenfalls Pferde, die einen großen Mehrwert bei der Weidepflege darstellen können. ft

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