Ökostrom und mehr

So geht der Landkreis Miesbach beim Thema Klimaschutz voran

Klimaschutz im Landkreis Miesbach
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Antonia Rüede-Passul (kleines Foto) ist neue Klimaschutzmanagerin im Landkreis Miesbach. Der geht mit gutem Beispiel voran: Landratsamt und Kreisliegenschaften werden nun mit Ökostrom versorgt. Manfred Pfeiler vom E-Werk Tegernsee (l.), Landrat Olaf von Löwis (M.) und Walter Huber von den Stadtwerken Bad Tölz freut es.

Landkreis – Ein neues Gesicht unterstützt im Landkreis Miesbach beim Klimaschutzmanagement. Kreiseigene Liegenschaften werden bereits mit 100 Prozent Ökostrom betrieben.

Das Klimaschutzmanagement des Landkreises Miesbach hat Verstärkung bekommen: Antonia Rüede-Passul ist neue Klimaschutzmanagerin im Landratsamt und treibt dort die Energiewende im Landkreis voran. Gemeinsam mit Veronika Halmbacher wird sie Stück für Stück das Klimaschutzkonzept umsetzen, sodass der Landkreis bis 2035 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien versorgt wird.

„Die Klimakrise können wir nur gemeinsam bewältigen. Es gibt keine perfekte Lösung, aber jede Kilowattstunde Energie, die wir nicht verbrauchen, und jedes Kilogramm CO2, das wir nicht emittieren, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben mittlerweile genug Ideen, Leitfäden und Konzepte. Es ist Zeit zu handeln und diese aktiv umzusetzen“, erklärt Rüede-Passul ihre Motivation.

Die 28-Jährige ist am Bodensee aufgewachsen. Sie hat an der Universität Hohenheim den Bachelor in Lebensmittelwissenschaften und Biotechnologie absolviert, bevor sie anschließend den Master in Life Science Economics & Policy an der Technischen Universität München in Freising machte. Erfahrungen sammelte sie bei Allianz SE und Allianz Climate Solutions, wo sie an der weltweiten Umstellung der Bürogebäude auf erneuerbare Energien mitarbeitete.

Photovoltaikanlagen für Dächer im Landkreis Miesbach

Das erste selbst gesetzte Ziel für die neue Klimaschutzmanagerin ist, das Energie-Monitoring der Landkreisliegenschaften voranzutreiben, kombiniert mit einem jährlichen Energiebericht. Dieser Bericht soll zeigen, wie sich der Energieverbrauch der Landkreisliegenschaften entwickelt. Um möglichst bald Erfolge zu sehen, sollen unter anderem auch die letzten freien verfügbaren Dächer mit Photovoltaikanlagen belegt werden. „Wir möchten Vorbild sein und zeigen, was möglich ist, wenn alle zusammenarbeiten,“ bekräftigt Rüede-Passul.

Landkreis Miesbach arbeitet mit 100 Prozent Ökostrom

Das Landratsamt Miesbach selbst geht mit gutem Beispiel voran und versorgt ab sofort die eigenen Verwaltungsgebäude sowie die Immobilien der kreiseigenen Liegenschaften mit 100 Prozent Ökostrom aus der Region. Das E-Werk Tegernsee und die Stadtwerke Bad Tölz haben zusammen den Zuschlag der europaweiten Ausschreibung erhalten. „Es freut mich sehr, dass sich zwei so tief in der Region verwurzelte Unternehmen durchsetzen konnten“, erklärt der Miesbacher Landrat Olaf von Löwis.

In der Behörde werden inzwischen die meisten Dienstleistungen digital angeboten oder derzeit digitalisiert, sodass es in der Natur der Sache liegt, dass viel Strom benötigt wird. Die bestehenden Stromlieferverträge liefen zum 31. Dezember 2020 aus. Daher war die Ausschreibung notwendig. Gefordert war, dass die elektrische Energie nachweislich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt und in Anlagen erzeugt wird, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen. ksl

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