Solide Finanzlage

Gmunder Gemeinderat verabschiedet Haushalt

+
Die Kinderkrippe an der Bichlmairstraße soll um einen Anbau erweitert werden.

Gmund – Der diesjährige Haushalt der Gemeinde Gmund ist unter Dach und Fach. Nach Vorbesprechung im Verwaltungs- und Finanzausschuss wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung das Zahlenwerk einstimmig und ohne Diskussion verabschiedet. Es schließt mit einem Gesamtvolumen von 21,3 Millionen Euro. Trotz der investiven Maßnahmen in Höhe von 5,9 Millionen Euro kommt Gmund ohne Neuverschuldung aus. Dafür muss zwar die Kommune 3,9 Millionen Euro aus der Rücklage zuschießen, hat aber dann immer noch knapp 3,9 Millionen Euro auf der hohen Kante. Was den Schuldenstand angeht, so wird dieser bis zum Jahresende auf knapp 6,8 Millionen Euro abgebaut.

„Der Haushalt ist auch ein kleiner Management-Plan“, sagte Bürgermeister Alfons Besel am Sitzungsabend. Die Gemeinde nehme sehr viel Geld in die Hand, schaffe aber auch Werte. „Die fünfjährige Finanzplanung zeigt, dass wir leistungsfähig bleiben“, hob der Rathauschef hervor und stellte zudem fest: „Gmund ist ein interessanter Wirtschaftsstandort.“

Kämmerer Georg Dorn sprach von einer „soliden Finanzlage“ und dem zweitstärksten Haushalt nach dem Rekord-Etat von 2017. „Die wesentlichen Säulen sind die Gewerbesteuer und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer“, berichtete Dorn und erläuterte, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den vergangenen fünf Jahren jeweils bei durchschnittlich 5,6 Millionen Euro gelegen hätten. Heuer werde ein Aufkommen von 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Laut dem Kämmerer sei der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stetig gestiegen und für 2019 mit knapp 4,4 Millionen Euro angesetzt. Den Umsatzsteueranteil bezifferte Dorn mit 530.000 Euro.

Geld in die Gmunder Haushaltskasse spülen auch die Grundsteuern A und B (insgesamt 991.000 Euro), Miet- und Pachteinnahmen (595.660 Euro), Allgemeine Zuweisungen (572.000 Euro), Konzessionsabgaben und Zweitwohnungssteuer (jeweils 240.000 Euro) sowie der Kurbeitrag (85.000 Euro).

Der größte Posten auf der Ausgabenseite des rund 14,9 Millionen Euro umfassenden Verwaltungshaushaltes ist die Kreisumlage mit knapp 4,9 Millionen Euro. „Somit sind wir der viertgrößte Umlagenzahler im Landkreis“, zeigte Dorn auf. An Personalkosten fallen für die rund 100 Mitarbeiter der Gemeinde Gmund 3,7 Millionen Euro an, 320.000 Euro fließen in Straßenunterhalt und -sanierungen. Im Vermögenshaushalt – er schließt mit gut 6,4 Millionen Euro – hat die Gemeinde eine Million Euro für den Erwerb von Grundstücken eingeplant. Eine weitere Million Euro sind in diesem Jahr für den Mehrfamilienhaus-Neubau an der Georg-Stöger-Straße fällig. Ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Dürnbach schlägt mit 434.000 Euro zu Buche, für einen neuen Bauhof-Lastwagen sind 220.000 Euro im Haushalt eingestellt. Für die Erweiterung der Kinderkrippe liegen 625.000 Euro, für Maßnahmen am Kindergarten insgesamt 405.000 Euro bereit. Geplant sind auch ein Beachvolleyballplatz am See (50.000 Euro), eine Lichtsignalanlage in Finsterwald (65.000 Euro) sowie Querungshilfen an der Ringstraße und am Buchbergweg (329.000 Euro). Unter anderem stehen die Erschließung des Waldweges in Moosrain (heuer mit 250.000 Euro bei Gesamtkosten von 500.000 Euro) sowie der Neubau eines Parkplatzes am Bahnhof Moosrain mit 300.000 Euro von insgesamt 560.000 Euro auf dem Plan. Für die Sanierung des Parkplatzes Oberstöger sind 280.000 Euro und für die Umverlegung von Wasserleitungen 295.000 Euro angesetzt. In Sachen Breitbandausbau sind für die Mitverlegung von Leerrohren 100.000 Euro eingestellt. rei

Auch interessant

Meistgelesen

Holzkirchner und Südtiroler Schüler entwickeln Smartphone-App „AlpinPlus“
Holzkirchner und Südtiroler Schüler entwickeln Smartphone-App „AlpinPlus“
Landwirtschaftsauszubildende beweisen sich beim Kälberaufzuchtwettbewerb
Landwirtschaftsauszubildende beweisen sich beim Kälberaufzuchtwettbewerb
Gmunder Bahnhofsareal: Bürger sollen beteiligt werden
Gmunder Bahnhofsareal: Bürger sollen beteiligt werden
Jetzt bewerben: Werde das TrachtenMadl 2019
Jetzt bewerben: Werde das TrachtenMadl 2019

Kommentare