Spatenstich am Jodbad

Startschuss für Luxushotel mit ambulantem Operationszentrum

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Wenn das kein gutes Zeichen ist: Beim symbolischen Spatenstich mit (v.l.) Josef Rettenwander (RHZ Bau), Andreas Baenziger (SME), Florian Kamelger (SME), Robert Huber, Architekt Alexander Meissl, Patrik Wett-stein (SME) und Wolfgang Rzehak bildete sich im Hintergrund sogar ein Regenbogen.

Bad Wiessee – Vom alten Jodschwefelbad ist nichts mehr zu sehen. Nur die Wandelhalle, der Theatersaal und der Glockenturm stehen noch. Direkt an der Großbaustelle in Bad Wiessee. Und sie dürfen bleiben. „Erhaltenswertes wird erhalten und durch Neues ergänzt“, lobte Vize-Bürgermeister Robert Huber das Konzept. Das Neue soll im kommenden Jahr aus dem Boden wachsen. Der symbolische Spatenstich erfolgte am vergangenen Dienstag.

„Die Vision wird Realität“, freut sich Florian Kamelger, Verwaltungspräsident der Sports Medicine Excellence Gruppe (SME), auf das „Hotel der Luxusklasse mit ambulantem Operationszentrum“. Für die kommende Woche erwarten die Verantwortlichen die Anlieferung des Bohrgeräts, dann können die komplexen Bohrpfahlarbeiten auf dem Gelände beginnen. Im Frühsommer des kommenden Jahres soll es dann mit dem Rohbau losgehen. Gut zwei Jahre wird es danach noch dauern, bis das Hotel mit 121 Zimmern sowie Spa-, Wellness- und Sportbereich fertig ist. Die Eröffnung ist derzeit für Ende 2021 geplant. Mehrere gastronomische Outlets sind in der Anlage ebenfalls vorgesehen. Hinzu kommt auf dem Areal ein separates medizinisches Funktionsgebäude. Die Erwartungen in Zusammenhang mit dem Projekt sind groß, Bad Wiessee soll in eine neue Blütezeit starten.

Das Projekt wird den Ort verändern. Vor sieben Jahren hat die Gemeinde das Areal des alten Jodschwefelbads gekauft, dessen Abriss begann Ende Januar dieses Jahres. Stararchitekt Matteo Thun entwickelte die Pläne, nach denen das Schweizer Unternehmen SME nun sein Gesundheitshotel baut. Den Grund hat SME von der Gemeinde gekauft.

Robert Huber ist überzeugt, dass sich hinsichtlich des touristischen Potenzials von Bad Wiessee „ein schlafender Riese“ erwacht. Der Stellvertreter im Amt hat wie Bürgermeister Peter Höß, den er dauerhaft vertritt, das Projekt immer positiv begleitet. Ihm gefällt unter anderem die „Symbiose der Gebäudlichkeiten“. Der Komplex vereine Gastronomie, Hotellerie und Medizin – genau die Bereiche, über die sich Bad Wiessee definiere. Das realisierte Projekt werde aber weit über die Ortsgrenzen hinaus strahlen, sagte Huber. Davon zweifelt auch Landrat Rzehak nicht. „Das ist wirklich ein Leuchtturmprojekt“, sagte er und prophezeite, dass Bad Wiessee wieder nicht nur auf Bundesebene, sondern in der „Europaklasse mitspielen wird“. Dem Bürgermeister und seinem Gemeinderat zollte Rzehak Respekt, dass sie an dem lange umstrittenen Projekt festgehalten und es unterstützt haben.

Dafür bedankte sich auch Investor Kamelger, nannte dabei insbesondere Huber und den erkrankten Peter Höß sowie seine Kollegen und Projektbeteiligten. Nun freut sich Kamelger auf die weiteren Bauabschnitte eines Projekts, das für die gesamte Region einen Mehrwert schaffen werde. Bleibt zu hoffen, dass es so problemlos weitergeht wie am Dienstag. Für die anschließende Feier mit Weißwürsten zapfte Kamelger ein Fass an – und nach nur einem Schlag floss das Tegernseer aus dem Hahn. ft

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