Zähneknirschend aushalten

Sperre an Sauerlacher Andreasstraße dauert an: Gemeinderat fordert Erklärung

Andreasstraße in Sauerlach
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Beim Öffnen der Andreasstraße in Sauerlach hat der Bauherr noch um etwas Geduld gebeten. Der Gemeinderat akzeptiert das, wenn auch ein wenig widerwillig.

Sauerlach – An der Andreasstraße in Sauerlach wird gebaut. Dadurch ist auch der Weg für Fußgänger eingeschränkt. Das ärgert den Gemeinderat.

Seit gut zwei Jahren wird hinter dem Posthof an der Andreasstraße in Sauerlach an einer Anlage mit 28 Wohneinheiten samt Tiefgarage gewerkelt. Dass deswegen die Straße weiterhin gesperrt bleiben muss, gefällt den Gemeinderäten nicht. Vor allem der Fußweg wird vermisst. Gleichwohl würde ein Baustopp die Situation noch weiter hinauszögern.

Aktuell haben die Sauerlacher Gemeinderäte ihr Einvernehmen erteilt, die Sperre der Andreasstraße bis Ende März zu verlängern. Allerdings forderte das Gremium eine Information ein, wie es denn um die Baustelle steht. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verlas Bürgermeisterin Barbara Bogner dazu die von Borgert-Immobilien eingeforderte Stellungnahme.

Darin erklärt der Bauherr, dass nach einer internen Besprechung Mitte Dezember zwischen Fachplaner, leitendem Architekten und Sicherheitsberater das Öffnen des Fußwegs einstimmig als hoch bedenklich eingestuft wurde. Grund dafür sei, dass die Straße Anlieferzone für Baumaterial ist und beim Abladen durch den Schwenkbereich des Krans Fußgänger gefährdet werden könnten.

Wie Bogner sagte, hat der Bauherr im Rahmen dieser Gespräche mündlich zugesichert, dass der Gehweg ebenso wie die Straße wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werde. Die Bürgermeisterin merkte an, dass nach einer Sicherheitsbegehung der Fußweg zumindest an den Wochenenden geöffnet werde: „Das ist zwar immer noch ein katastrophaler Zustand, aber wenn wir den Bau jetzt einstellen, dauert es noch länger.“ Zähneknirschend meinte sie: „Wir müssen das jetzt durchziehen.“

Dafür plädierte auch Michael Hohenleitner (CSU): „Die paar Wochen muss es halt noch so gehen. Aber beim nächsten Mal müssen wir da genauer aufpassen.“ In einer ähnlichen Situation müsse der Bauherr dann laut Hohenleitner verpflichtet werden, den Fußweg einzuhausen. „In der Stadt geht das ja auch und ist gang und gäbe.“ hac

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