Ein Lichtblick für Miesbach

Stadtmarketing: Max Kalup kümmert sich um Veranstaltungen und vieles mehr

Max Kalup (r.) mit Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller
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Max Kalup (r.) wechselt vom Kulturamt zum Stadtmarketing. Über die Aufgaben in der neu geschaffenen Stelle hat er mit Bürgermeister Gerhard Braunmiller informiert.

Miesbach – Die Stadt Miesbach nimmt das Stadtmarketing nun in die eigenen Hände. Max Kalup kümmert sich ab sofort um Marketing, Stadtentwicklung, Kommunikation und Veranstaltungen.

Ein Signal für den Standort Miesbach hat Bürgermeister Gerhard Braunmiller nun präsentiert. Die Stadt hat jetzt eine eigene Stelle für Stadtmarketing – und die ist auch schon besetzt. Max Kalup, bisher stellvertretender Leiter des Kulturamtes im Waitzinger Keller, ist ab sofort fürs Stadtmarketing zuständig und voller Elan. „Ich freue mich total auf die neue Aufgabe“, sagte Kalup und schwärmte vom Potenzial Miesbachs.

Die Installation der Stelle ist ein starkes Zeichen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Die Stadt, selbst bei klammer Kasse, investiert in der Krise. „Es ist jetzt wichtig, für Frequenz zu sorgen“, weiß Kalup. Die arg gebeutelten Einzelhändler und Gastronomen werden das gerne hören. Eine Eingewöhnungs- und Kennenlernphase ist nicht nötig, Kalup kennt sich bestens aus in der Stadt und der Geschäftswelt. Er war nicht nur an der Organisation diverser Veranstaltungen beteiligt, sondern gehörte als Schriftführer auch dem Vorstand der GWM an und ist somit auch mit der Geschäftswelt vor Ort vertraut.

Seine Erfahrung sowie die fachliche Qualifikation durch ein Studium im Bereich Medien, Kommunikation und digitales Marketing qualifizieren den 30-Jährigen. Er ist praktisch die Idealbesetzung für die neuen Aufgaben. Diese sind vielfältig. In vier Punkte kategorisiert Braunmiller die Jobbeschreibung:

  • In den Bereich Stadtentwicklung fällt das Marketing mit Förderung der Wirtschaft und des örtlichen Einzelhandels sowie die Pflege der Städtepartnerschaft.
  • Hinzu kommt das Veranstaltungsmanagement inklusive Aktionen zur Belebung der Stadt.
  • Kalup wird sich darüber hinaus um die Kommunikation und Vernetzung unter anderem mit dem Gewerbeverband Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) kümmern und Bürgerbeteiligungskonzepte entwickeln.
  • Projekte in Sachen Digitalisierung wie etwa das bereits im Stadtrat vorgestellte digitale Stadt­entwicklungskonzept stehen ebenfalls auf seiner Agenda. Hier sollen dann auch Fördergelder aufs Stadtkonto fließen.

Für Miesbach ist die neue Stelle eine große Chance und hat sicher das Potenzial, den Standort voranzubringen. Die Idee dazu entwickelte sich schon länger. Handlungsbedarf bestand aktuell, nachdem auch für die kommenden Jahre der Kulinarische Abend und der 1.000 Lichterglanz auf der Kippe standen. Die Geschäftsleute wollen die Organisation nicht mehr übernehmen. Zu hoch die Kosten und das Risiko, zu groß der Aufwand. Die GWM kündigte den Kooperationsvertrag mit der Stadt.

„Diese großen Veranstaltungen sind wichtig für Miesbach“, weiß Braunmiller. Er will sie nicht verlieren. Sie bringen Frequenz. „Es geht auch um die Märkte, unseren Grünen Markt und die Jahrmärkte“, ergänzte der Bürgermeister. Hinzu kommen Weihnachtsgasserl, lebende Krippe und einiges mehr, das im Kalender steht. Diese Veranstaltungen und Aktionen sollen Besucher anlocken und das Zentrum beleben.

„Wir haben alles in der Stadt, wir können alles bieten“, sieht Kalup großes Potenzial. Und er schwärmt: „Miesbach hat den schönsten Markt.“ Den möchte er mitunter den vielen Ausflüglern und Touristen zeigen, die wöchentlich nur durchströmen, wie Kalup sagte. Verwinkelte Gasserl, schöne Läden, Tradition – Kalup ist überzeugt, dass Miesbach alles bietet, was sich Einheimische und Gäste wünschen. Seine Aufgabe sieht er darin, das publik zu machen.

Die Unterstützung aus dem Stadtrat hat Kalup, wie Braunmiller berichtete. Auch vom GWM-Vorstand habe er positive Rückmeldungen bekommen. Wie gut die Besetzung ankommt, zeigen auch zwei exemplarische Kommentare in den sozialen Medien. „Du bist wie geschaffen für diese Stelle“, kommentierte CSU-Stadträtin Verena Assum. Ihr SPD-Kollege am Ratstisch, Bäckermeister Florian Perkmann, schrieb: „Für Miesbach und die Geschäftswelt ein Lichtblick!“. ft

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