Fenster und Bretter

Stadtrat Tegernsee: Weitere Details zur neuen Feuerwehr festgelegt

Visualisierung neues Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee
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So soll das neue Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee aussehen.

Tegernsee – Wie wird das neue Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee aussehen? Der Stadtrat hat nun weitere Details festgelegt.

Es geht voran mit der neuen Tegernseer Feuerwehr. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat weitere Beschlüsse gefasst, wie das Gebäude an der Hochfeldstraße aussehen soll. Auch zum Interimsbau an der Grundschule gab es neue Informationen.

Architektin Claudia Schreiber hat in der Sitzung weitere Vorschläge gemacht, wie die Fassade gestaltet werden kann. Die Stadträte hatten die Qual der Wahl. An der Fassade in Richtung Hochfeldstraße wurde im Sommer bemängelt, dass die Betonwand zu massiv wirke und Fußgänger den Blick in den Innenhof versperre. Eine Sicherheitslücke sah Ursula Janssen (Grüne) sogar darin. Die Mehrheit der Stadträte sah das ähnlich, sodass nun neue Entwürfe vorgelegt wurden, um die Fassade weniger massiv wirken zu lassen.

Künstlerisch gestaltet werden könne ein Teil der Mauer, erklärte die Architektin, die ihr Büro in München hat. Ebenso seien eine Hecke davor oder aber Fenster möglich, die den Blick in die Garage freigeben. Für die Stadträte war der Favorit schnell gefunden: Sie entschieden sich einstimmig für die Variante mit Fenstern an der Gebäudeecke zum Innenhof. Auch die Feuerwehr wünsche sich diese Variante erklärte Bürgermeister Johannes Hagn vor dem Beschluss auf Nachfrage von Florian Widmann (CSU).

Schwieriger wurde es dann, einen Konsens für den Wohnungstrakt zu finden, der in Holzoptik über der Feuerwehrgarage errichtet wird. Für die Ansicht vom Hof mit Blick auf die Obergeschosse standen fünf Varianten zur Auswahl – Holzverschalung mit breiterer beziehungsweise feiner Lattung, eine sogenannte Boden-Deckel-Schalung, verkohltes Holz oder Shou Sugi Ban, eine traditionelle japanische Methode der Holzkonservierung. Der Bürgermeister bat darum, sich für eine möglichst unaufwendige Variante zu entscheiden, damit das Holz nicht ständig nachbearbeitet werden muss. Architektin Claudia Schreiber empfahl, sich wegen der Haltbarkeit für sägeraue Lärchenholzbretter zu entscheiden.

Feuerwehrhaus Tegernsee: Kosten leicht gestiegen

Andreas Feichtner (CSU) sprach sich für raue und mindestens 14 Zentimeter breite Bretter aus. Seiner Meinung nach schaue es nicht gut aus, wenn die Bretter zu schmal sind. Anton Lengmüller (FWG) war hingegen wichtig, dass das Holz so behandelt ist, dass es am Ende nicht so ausschaut wie an der Realschule in Gmund. Für die breiteren Bretter entschied sich der Stadtrat dann auch. Über weitere Details soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Was die Kosten angeht, ergibt sich bisher eine leichte Erhöhung – von 12,57 auf 12,63 Millionen Euro. Grund dafür sind Ausstattung sowie Baunebenkosten, erläuterte die Architektin. Sie wurde zudem beauftragt, den konkreten Bauantrag vorzubereiten, damit dieser noch in diesem Jahr beim Landrats­amt in Miesbach eingereicht werden kann. Mit einer Gegenstimme gab der Stadtrat sein Okay. „Die Kombination zwischen Halle und Obergeschoss bereitet mir große Schwierigkeiten“, erklärte Thomas Mandl (SPD) sein Nein zu dem Beschluss.

Interimslösung für Feuerwehr: Start noch im November

Nachdem die Punkte für das neue Feuerwehrhaus geklärte waren, ging es noch um den Interimsbau, der auf dem Gelände des Schulhofs errichtet wird. Für Februar oder März 2021 ist der Abriss geplant. Da die Baufirma, die den Interimsbau errichtet, am 30. November mit den Arbeiten beginnen muss, hat Bürgermeister Johannes Hagn bereits vor der jüngsten Sitzung eine dringliche Anordnung erlassen, damit alles rechtzeitig vorbereitet ist. Sonst hätte der Zeitplan auf der Kippe gestanden. Wie Baumamtsleiterin Bettina Koch erklärte, hätte die Baufirma beim Nichteinhalten des Termins erst wieder im Frühjahr Zeit gehabt. Für den Interimsbau braucht es ein 1,86 Meter tiefes Fundament. Das war in der Ausschreibung nicht berücksichtigt. Die Mehrkosten dafür belaufen sich auf knapp 50.000 Euro. Der Betrag könne jedoch durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer gedeckt werden, wie Bettina Koch erklärte. Der Aushub wird zwischenzeitlich auf der Point gelagert und später wieder zurückgefahren. ksl

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