Heuer gibt es nur was zu essen

Statt Altbürgerweihnacht: Gemeinde Hausham verschickt Gutscheine an Senioren

Altbürgerweihnacht in Hausham
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Wirt Hans Seidl (r.) und Gustl Bauer (l.), verantwortlich fürs Programm bei der Altbürgerweihnacht in Hausham, haben zusammen mit Bürgermeister Jens Zangenfeind Briefe eingepackt. 580 Senioren schreibt die Gemeinde an und schickt Gutscheine.

Hausham – Wegen Corona müssen Seniorennachmittag auf dem Haushamer Volksfest und Altbürgerweihnacht in Hausham heuer ausfallen. Die Gemeinde bietet eine Alternative.

Leckeres Essen und ein schönes Programm: So genießen ältere Haushamer Bürger jedes Jahr einige Stunden im Advent. Heuer muss die Altbürgerweihnacht im Alpengasthof Glück Auf aber ausfallen. Genauso wie der traditionelle Seniorennachmittag auf dem Haushamer Volksfest, den die Corona-Pandemie auch schon verhindert hat. Die Gemeinde möchte ihren Senioren dennoch eine Freude bereiten. Sie landet im Briefkasten.

„Gerade die älteren Menschen litten und leiden sehr daran, dass die sozialen Kontakte eingeschränkt sind“, bedauert auch Bürgermeister Jens Zangenfeind die Absagen. Er macht deutlich: „Für viele Mitbürger zählen der Nachmittag am Volksfest sowie die Altbürgerweihnacht im Alpengasthof Glück Auf zu den wenigen Möglichkeiten, alte Freunde und Bekannte wiederzusehen.“

Die beiden Veranstaltungen lassen sich nicht ersetzen – zumindest eine freundliche Geste soll den Haushamern ab 80 aber zukommen. Etwa 580 sind es, die nun Post erhalten. Neben einem netten Brief steckt ein 20-Euro-Gutschein für den Alpengasthof Glück Auf im Umschlag. Wenn es schon nicht möglich ist, dort die Altbürgerweihnacht zu genießen, können die Senioren sich in dem Gasthaus immerhin etwas zu essen abholen oder warten, bis die Gastronomie nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen darf und dann bei Wirt Hans Seidl einkehren.

Die Senioren bezeichnet Zangenfeind als „große Säule in unserer Ortsgemeinschaft“. Der älteren Generation sei es zu verdanken, „dass wir heute in Wohlstand und in einer wunderschönen Heimat leben dürfen“, schreibt Zangenfeind in dem Brief. „Leider gab es in diesem Jahr kaum eine Gelegenheit, sich zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen.“ Zudem bedauert der Bürgermeister, „dass ich Sie zu Ihren Geburtstagen und zu besonderen Hochzeitstagen nicht besuchen konnte. Die Jubilare sind immer so herzlich und freundlich, wenn ich gratulieren darf. Hoffentlich sind diese Besuche bald wieder möglich“.

Bis dahin dürfen sich die älteren Haushamer zumindest über die Gutscheine und somit leckeres Essen freuen. Auf das von Gustl Bauer für die Altbürgerweihnacht organisierte Programm müssen sie bis nächstes Jahr verzichten. ft

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