Strahlender Stolz der Tradition im Oberland

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MARTINA FISCHER, Irschenberg – Einfach herrlich war das diesjährige Gaufest des Oberlandler Gauverbandes. Das lag an einer guten Organisation des ausrichtenden Ortsvereins GTEV Edelweiß Irschenberg ebenso wie an rund 5.200 Besuchern in Tracht beim großen Gauheimattag und natürlich an einem gütigen Wettergott. Nach zwei Tagen ergiebigen Regens sorgte er für Sonnenschein und milde Temperaturen beim Feldgottesdienst und dem dann folgenden herrlichen Festzug durch den Ort. Schön geschmückt präsentierte sich dieser mit wehenden Bayernfahnen und Buchsgebinden mit weiß-blauen Bändern an Zäunen und Hecken. Ganz Irschenberg strahlte am Sonntag den Stolz auf die hiesige Tradition aus. Bereits früh morgens gab es zwei Trachtenschauen. Dann riefen die Glocken zur Heiligen Messe auf der Wiese vor dem Trachtenheim. Zelebriert wurde sie von Dekan Walter Waldschütz, unterstützt von Pfarrer Friedrich Neumüller sowie den Diakonen Josef Jackl und Hubert Anzinger. Es bot sich ein faszinierendes Bild mit der riesigen Menge an Trachtlern aus dem Raum Miesbach, Rosenheim, Bad Tölz-Wolfratshausen und München Land. Fesch waren sie in ihren unterschiedlichen Gewändern anzusehen, mit ihren Vereinsfahnen, die um den Altar aufgereiht waren. Die Liebe als zentrale Kraft des Lebens genauso wie eine Rückbesinnung auf die eigenen Traditionen machte Waldschütz zum Thema seiner Predigt. „Wir sind grenzenlos und bedingungslos geliebt in Gott“, erklärte er. Ebendies solle den Menschen Mut machen, auch für Veränderungen. Diese seien aber sowohl in der Gesellschaft wie in der Kirche nur durch ein Wiederfinden der Mitte und eine Zurückorientierung auf echte Werte möglich. Ein Ausweichen auf Nebenschauplätze wie den Konsum sei nicht zielführend. Zurück zu den Wurzeln müsse man wieder kommen. „Dann können wir in dieser Krisenzeit auch einen Ausblick haben“, konstatierte der Dekan. Sein „herzliches vergelt ´s Gott“ galt dem GTEV Edelweiß Irschenberg für den unermüdlichen Einsatz beim Gaufest. Dies habe ermöglicht, dass „alles so prächtig ist“. Nach der Bayernhymne setzte sich der höchst sehenswerte Festzug in Bewegung. 49 Vereine und über 30 Kapellen waren gekommen. Angeführt von der Irschenberger Musi und zwei Kutschen erlebten die Teilnehmer und die Zuschauer am Straßenrand ein farbenprächtiges und schmuckes Bekenntnis zur Tradition. Vom Trachtenheim führte der Zug an der Kirche vorbei zur Aussicht. In ganz Irschenberg schallte die Musik der Kapellen. Rund zwei Stunden bot sich den Zuschauern eine wahre Augenweide an schönen Gewändern, bis die Trachtler schließlich das Festzelt erreicht hatten, wo der Tag mit Ehrtänzen und der Verteilung der Ehrengaben seinen Abschluss fand. Neben dem Höhepunkt am Sonntag war beim Gaufest noch einiges mehr geboten. Ein Musikantentreffen am Freitag begeisterte rund 800 Besucher. Den von Sepp Grundbacher launig moderierten Gau-Heimatabend mit Musikgruppen und den Irschenberger Plattlern wollten sich circa 700 Besucher am Samstag nicht entgehen lassen. Zufrieden zeigte sich dementsprechend Festleiter Franz Nirschl am Sonntag. „Superschön“ sei das Fest und für Gottesdienst sowie Umzug auch noch ein herrliches Wetter. Seinen Abschluss fand das gelungene Gaufest dann am Montag mit dem traditionellen Kesselfleischessen.

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